Eisenbachs Wasser

Stinkendes Trinkwasser in Oberbränd

Gert Brichta

Von Gert Brichta

Fr, 17. März 2017 um 16:29 Uhr

Eisenbach (Hochschw.)

Mit übel riechendem Trinkwasser aus der Leitung müssen Oberbränder Bürger klarkommen. Das Wasser stinke wie – so beschreibt es eine Betroffene – wenn man den Syphon öffnet und der Duft von Kanalisation ausströmt.

Verunsicherung und Ratlosigkeit herrschen. Zur Sprache kam dies in der Frageviertelstunde der öffentlichen Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend.

Die Situation ist der Gemeindeverwaltung seit dem Jahresende 2016 bekannt, und sie hat offenbar auch reagiert. Eisenbachs Wassermeister hat nach Angaben von Bürgermeister Alexander Kuckes beim Hochbehälter auf dem Höchst das Wasser abgelassen und den Tank gereinigt und desinfiziert. Genützt hat das bisher allerdings nichts.

Jedoch: Das Wasser sei unbedenklich zu genießen, sagt Kuckes und beruft sich auf die Untersuchungen des Eurofins Instituts Jäger in Tübingen. Es kontrolliert das Eisenbacher Wasser regelmäßig und seit einiger Zeit täglich. Es könne aber auch keine Ursache benennen. Die Experten wollten auf Anfrage der Badischen Zeitung keine Auskunft geben. Aus welchen Gründen, war nicht zu erfahren.

Das Geruchsproblem trete nur sporadisch auf, sagte Kuckes. Vier von sechs Bürgern, die in der öffentlichen Gemeinderatsitzung anwesend waren, bestätigten dies. Weil die Gemeinde und das Institut in der Sache nicht vorankommen, haben mittlerweile mehrere Bürger Sanitärfirmen beauftragt, die suchen, ob die Ursache im eigenen Haus liegt, bisher ohne Ergebnis. Da der Hochbehälter die ganze Gemeinde versorgt, werden betroffene Bürger gebeten, sich zu melden.

Das Thema wird den Gemeinderat in der nächsten Sitzung beschäftigen.