Vorhang auf für ganz unterschiedliche Talente

Heidrun Brichta

Von Heidrun Brichta

Mo, 15. Oktober 2018

Eisenbach (Hochschw.)

Die sechste Auflage der offenen Bühne in Bubenbach sorgt für gute Laune bei Akteuren und Publikum.

EISENBACH-BUBENBACH (br). Auch das Programm bei der sechsten Auflage der offenen Bühne in Bubenbach eroberte die Herzen des Publikums. Die bunte Mischung aus Musik und Comedy sorgte am Samstagabend im gut gefüllten Haus des Gastes für kurzweilige Unterhaltung. Thomas Schwörer hatte wieder einmal ein gutes Händchen und viel Gespür bei der Talentsuche gezeigt.

Der alemannische Tubist
Den Auftakt machte Lars Gehring mit seiner Tuba, die er in den Mittelpunkt seines Auftritts stellte. Begleitet wurde er von seinem Vater, Rainer Gehring, und Moritz Mark. Doch nicht nur die Musik des sonoren Instruments, sondern auch die Mundart spielte eine entscheidende Rolle. So sinnierte Gehring darüber, dass Ausdrücke wie "weng z’eng" oder "kei Zit" doch große Ähnlichkeit mit dem Chinesischen aufweisen. Er lud das Publikum zum Mitsingen ein, wofür Stefanie Riester und Silas Schwab Tafeln in die Höhe hielten, auf denen die Sprachbrocken zu lesen waren, die gesungen werden sollten. Der schwierige Part, den Unterhaltungsabend zu eröffnen, gelang Lars Gehring sehr gut.

Die gestandene Komödiantin
Es folgte Comedy von Kerstin Luhr, die 2015 schon einmal auf der Bubenbacher Bühne stand und zwischenzeitlich sogar einen Fernsehauftritt bei Dieter Nuhr absolviert hat. Zentraler Punkt ihres Auftritts: ihr Übergewicht und ihre Lust am Essen. Die Information auf dem Nutella-Glas, dass 430 Gramm für 15 Portionen reichen sollen, sei wohl ein schlechter Scherz, meinte sie. "Wer kann davon schon satt werden?" Wie sich zu viele Pfunde auf den Hüften im Alltag auswirken, davon erzählte Luhr in lustigen Kurzgeschichten. So schilderte sie von ihrer Bitte um eine Gurtverlängerung, um sich im Urlaubsflieger überhaupt anschnallen zu können. Kein Szenenapplaus, doch häufiges Lachen begleitete ihren Auftritt.

Die besondere Band
Für musikalische Leckerbissen, die nicht dick machen, sorgte die Gruppe "TonSpile" . Fragmente aus den Namen Toni Winterhalder, Georg Spindler und Lea Bölle ergeben den Namen dieser Formation aus Göschweiler. Die Songs, die sie singt, stammen aus der Feder von Georg Spindler. Ansprechende Melodien und nachdenkliche Texte sind es, die der gebürtige Bad Tölzer vereint und mit zwei charmanten Sängerinnen präsentiert.

Der singende Schüler
Der erst 18-jährige Gymnasiast Elias Gauger aus Bachheim faszinierte mit seiner Stimme. Er begann seinen Auftritt mit einem Hit von Ed Sheeran und bot anschließend ein schönes Spektrum an Rockballaden. "Ich habe schon als Kind gerne gesungen", verriet er. Einhellige Meinung des Publikums: "Der ist eine coole Socke und kommt sicher mal groß raus".

Die beliebte Lokalmatadorin
Die Ideen und Auftritte von Marita Maier, die schon jahrelang die Bubenbacher Fasnet bereichert, sind immer wieder erfrischend. Die offene Bühne nutzte die Lokalmatadorin, um sich über das Thema Schutz auszulassen. Angefangen vom Brandschutz über den Klemmschutz ließ sie so gut wie keine Sicherheitsvorrichtung aus. Spontanität und Situationskomik – damit brachte sie das Publikum in ihren Bann. Als sie auch noch Lied auf der Gitarre intoniert, konnten sich die Zuschauer vor Lachen kaum mehr auf den Stühlen halten.

Die musikalischen Geschwister
Einen gekonnten Kontrast setzten die Geschwister Steffi Kirner und Johannes Helmle aus Neustadt. Mit Gesang und Harfe begeisterten die beiden mit einer harmonisch inszenierten Einlage.