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07. Januar 2012
Der Zuwachs hält weiter an
Arbeitslosigkeit im Südelsass.
SAINT-LOUIS (ama). 33 342 Südelsässer waren Anfang Dezember auf der Suche nach einer unbefristeten Vollzeitstelle, wie die Arbeitsagentur Pôle Emploi meldet. Das entspricht 1,2 Prozent weniger als im Vormonat, jedoch 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr in der Kategorie A.
Wo die jüngst vorgelegte Statistik jedoch alle Registrierten einbezieht, also auch diejenigen, die etwa nur Teilzeit arbeiten können oder wollen, steigt die Zahl im Departement du Haut-Rhin auf 47 835 an und weist dann einen Zuwachs von 0,7 im Monats- und von 3,2 Prozent im Jahresvergleich auf. Gemäß Pôle Emploi waren einmal mehr die über 50-Jährigen mit je einem Plus von 0,9 Prozent im Monats- und von 10,9 Prozent im Jahresvergleich am stärksten betroffen.
Der Grund für den seit Jahren spürbaren und zuletzt seit November 2008 nahezu ununterbrochenen Zuwachs bei den Arbeitslosenzahlen, das meldete jüngst die elsässische Zeitung "L’Alsace", liegt in der mit der Globalisierung einhergehenden Deindustrialisierung des Elsass. In einem vielbeachteten Artikel rechnet "LAlsace" vor, dass seit 2001 allein im Haut-Rhin von damals noch 72 300 Industriearbeitsplätzen 18 400 verloren gegangen sind. Beschäftigt die Elsässer Industrie doch heute nur noch 53 900 Arbeitnehmer. Mit dem Abbau einher ging entsprechend den Alsace-Recherchen die Schließung von 120 Industrieunternehmen, während gleichzeitig 274 Sozialpläne bei Firmen mit mehr als zehn Beschäftigten aufgelegt wurden.
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Zählte 2001 das Elsass und hier speziell der Süden mit seinem hohen Grenzgängeranteil und einer Arbeitslosenquote von damals 4,8 Prozent noch zu den französischen Vorzeigeregionen, so rangiert das Haut-Rhin heute mit 8,7 Prozent vor dem Bas-Rhin mit 7,8 Prozent, allerdings immer noch 0,6 Prozentpunkte unter dem französischen Durchschnitt.
Autor: ama
