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07. August 2012

Drei Brüder verurteilt

Wegen Randale im Elsass.

MULHOUSE/STRASSBURG (bnü). Wegen Beamtenbeleidigung hat ein Gericht in Mulhouse am Montag drei Brüder in einem Schnellverfahren verurteilt. Die drei Männer zwischen 18 und 31 Jahren hatten vergangene Woche, als die örtliche Polizei und Spezialeinheiten in mehreren Vierteln von Mulhouse gegen Randalierer vorgingen, Beamte beschimpft und bei der Festnahme Widerstand geleistet. Die älteren beiden, 27 und 31 Jahre alt, erhielten vier Monate Gefängnis und eine Geldstrafe von 300 Euro. Das Strafmaß für den Jüngsten liegt bei drei Monaten auf Bewährung.

Unterdessen gelangte ein anderer sozialer Brennpunkt im Elsass, das Straßburger Viertel Neuhof, unter die ersten 15 einer Liste "vorrangiger Sicherheitszonen" der französischen Regierung. Straßburg-Neuhof gilt als einer der wichtigsten Umschlagplätze für Drogen in Ostfrankreich. Mit Regierungsunterstützung soll künftig die Polizeipräsenz verstärkt werden.

Bis Jahresende wird die Liste auf etwa 50 Stadtteile in ganz Frankreich erweitert, in denen die Sicherheitskräfte vor Ort die Lage aus eigenen Kräften nicht mehr unter Kontrolle halten. "Das Viertel wird auf diese Weise nicht stigmatisiert", sagt der Straßburger Oberbürgermeister Roland Ries. "Es geht schlicht darum, gewisse Fakten zur Kenntnis zu nehmen."

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Autor: bnü