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06. Oktober 2017

Radioaktives Material gelagert

Fund im Straßburger Hafen.

STRASSBURG (bnü). Auf schwach radioaktiv belasteten Schrott ist die Straßburger Atomaufsicht am Dienstag auf dem Gelände eines Betriebs für Metallrecycling im Rheinhafen gestoßen. Zuvor hatten die Kontrolleure einen entsprechenden Hinweis erhalten. "Die genaue Herkunft des Materials haben wir bislang nicht klären können", sagte Pierre Bois, Leiter der französischen Atomaufsicht in Straßburg, der Badischen Zeitung.

Die Behörde vermutet, dass die hunderte von Kilo Altrohre aus einer Geothermieanlage stammen. Gemessen wurde am Fundort eine Strahlenbelastung, die vom Kontakt mit einer metallhaltigen, radioaktiven Bodenschicht herrühren könne. Personen seien nicht verstrahlt worden. Es bestehe auch keine Gefahr für die Bevölkerung. Der Betreiber, sagte Bois, habe gewusst, dass er radioaktives Material gelagert hatte. Er habe den Bereich sogar abgesperrt. Der Vorgang sei jedoch – wahrscheinlich über Monate hinweg – nicht den Behörden gemeldet worden. Der Recyclingbetrieb wird laut ASN regelmäßig kontrolliert. Das Material muss nun in einer Spezialdeponie entsorgt werden.

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Autor: bnü