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05. März 2010

Sorge um Verarmung der Tierwelt bewegt

Nistkastenaktion des TRUZ .

  1. Auch die Insektenkasten, hier einer mit Wildbienen, werden stark nachgefragt. Foto: BZ

WEIL AM RHEIN (BZ). Die Nachfrage ist enorm: Nach der erfolgreichen Aktion "500 Nisthilfen für drei Länder" im vergangenen Jahr, die auf 800 Kästen aufgestockt wurden, hat das Trinationale Umweltzentrum (TRUZ) Weil am Rhein erneut 500 Nisthilfen angeschafft. Auch von denen sind nach kurzer Zeit bereits mehr als 150 vergeben oder reserviert.

Der Erfolg der Aktion übertraf schon 2009 alle Erwartungen: In kürzester Zeit waren die 500 Nistkästen aus Holzbeton für Singvögel, Baumläufer, Mehlschwalben, Insekten und Fledermäuse weg. Selbst die 300 zusätzlichen Kästen waren so schnell vergeben, dass nicht alle Bestellungen befriedigt werden konnten. Von den 800 ausgegebenen Nisthilfen gingen 230 nach Frankreich, 170 in die Schweiz und 400 wurden in Deutschland angebracht. Besonders erfreulich war für das Projektteam das große Interesse an den Insektenkästen. 185 Insektenschilfe konnten angebracht werden und erlauben nun auch Kindern einen spannenden und ungefährlichen Einblick in die geheimnisvolle Welt der Insekten.

Aus dem ganzen Dreiländereck kamen Menschen, um ihre bestellten Nisthilfen im TRUZ abzuholen und dabei ihre Naturerfahrungen und -beobachtungen mit dem Projektteam zu teilen. Allen Beobachtungen gemeinsam war die Sorge um die Abnahme und Verarmung der heimischen Tierwelt. Vielfach wurden als Gründe die zunehmende Versiegelung der Natur, die Störung der Tiere durch Verkehr und, vor allem im städtischen Umfeld, die hohe Zahl von streunenden und jagenden Katzen genannt.

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Neben der konkreten Unterstützung selten gewordener Tierarten durch spezifische Nistmöglichkeiten sollte mit dem Projekt "500 Nisthilfen für drei Länder" auch gezeigt werden, was jede und jeder im eigenen Umfeld selbst für den Naturschutz tun kann. "Beide Projektziele wurden erreicht", befindet TRUZ-Projektleiter Michael Wilke vom Truz in einer Pressemitteilung. Viele Personen beteiligten sich im Anschluss auch an weiteren Aktionen des TRUZ und säten beispielsweise einen Quadratmeter Wildblumenwiese aus, um für Wildbienen und Schmetterlinge das Nahrungsangebot zu erhöhen.

Durch den Erfolg der Aktion ermutigt suchte Wilke direkt im Anschluss weitere Sponsoren. Diese Suche war erfolgreich. Dank der erneuten Unterstützung des Landes Baden-Württemberg, der Gemeinde Riehen und des Kantons Basel-Stadt konnte die Aktion weitergeführt werden. Auch das TRUZ hat sich noch einmal an den Kosten beteiligt, so dass wieder 500 Nisthilfen für je 10 Euro oder 15 Schweizer Franken zur Verfügung stehen. Auf die Person, die den 1000. Nistkasten bestellt, wartet eine besondere Überraschung. Von den 500 zusätzlichen Nisthilfen sind 150 bereits vergeben oder reserviert.

Infos/Bestellung: Tel.  07621/9407825 oder per E-Mail an regiobogen@truz.org.

Autor: bz