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07. Februar 2012

Allerlei Neues für’s Städtli

Umgehungsstraße, Parkplätze, Innenstadtgestaltung und mehr waren Thema beim Gewerbeverein.

  1. Die Sanierung des Nikolausbrunnens hat sich eine Bürgerinitiative auf die Fahnen geschrieben. Ein Projekt, das auch der Gewerbeverein sehr unterstützt. Foto: K. Meier

ELZACH. Die Einweihung der Umfahrung Elzach wird zwar für Juni, wie es eigentlich vorgesehen ist, nicht mehr reichen. Davon gehen Regierungspräsidium und Stadtverwaltung Elzach aus, wie Michaela Bloss, Vorstandssprecherin des Gewerbevereins, erfahren hat. Gleichwohl – auch im Oktober kann man noch feiern. Und diese Feierlichkeiten wollen Elzachs Gewerbetreibende mitgestalten. Dies war unter anderem Thema in der Mitgliederversammlung der Gewerbetreibenden.

Die Einweihung der Umgehungsstraße naht – nur wann genau, das weiß noch keiner. Denn der Baufortschritt hängt vom Wetter ab. Klar ist: Bis Juni 2012 – so wie es auf den Plakaten steht – reicht es nicht. "Es wird eher Oktober" hat Michaela Bloss vom Regierungspräsidium erfahren. An den Feierlichkeiten will sich der Gewerbeverein beteiligen. Der Vorschlag eines verkaufsoffenen Sonntags fand wenig Widerhall. Statt dessen wird mit einer Riesen-Fete geliebäugelt: "Wir machen die Hauptstraße zur Partymeile", so eine Idee. Mit Events, Präsentationen, Musik, Sport, Ausstellungen und so weiter. Das Ganze könnte dann gleich am ersten Wochenende nach der offiziellen Straßeneröffnung erfolgen.

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Eine Außenbewirtung entlang der Hauptstraße, bislang von den Genehmigungsbehörden eher restriktiv gehandhabt, ist im Vorgriff auf die neue Verkehrssituation im "Städtli" nun wohl schon 2012 möglich, informierte Michala Bloss weiter. Und das Städtchen ändert sich – nicht nur allein wegen der Umgehungsstraße. Dass dies zu seinem Vorteil geschieht, dafür muss noch vieles getan werden. Eine Maßnahme: Ein Gesamt-Stadtmarketingkonzept. Dies wird auch in dem Gutachten empfohlen, das die Stadt in Sachen Einzelhandel anfertigen ließ. In der Mitgliederversammlung des Gewerbevereins wurde auch über daraus folgende personelle Konsequenzen diskutiert: Das Stadtmarketing müsse in der Verwaltung angesiedelt werden, so eine Forderung. Möglich wäre eine finanzielle Beteiligung der Gewerbetreibenden, so ein Vorschlag. Beschlossen wurde die Gründung eines "Arbeitskreises Stadtmarketing" mit Vertretern von Stadtverwaltung, Gemeinderat und Gewerbeverein. Dieser soll erste Zielsetzungen formulieren und sich über Erfahrungen benachbarter Gemeinden – etwa Haslach oder Gengenbach – informieren.

"Wie sieht die künftige Gestaltung der Innenstadt aus?" war eine weitere, intensiv diskutierte, Frage. Klar ist: Das Gesicht der Hauptstraße wird sich so gravierend nicht ändern. Vorerst bleibt sie in Bundeseigentum. Erst nach ihrer Sanierung geht sie irgendwann mal in den nächsten Jahren an die Stadt über. Aber auch dann wird sie baulich nicht zu sehr verändert werden können. Denn als Ausweichstrecke muss sie (so wie in Waldkirch) nach wie vor dienen – etwa bei einem Unfall auf der Umfahrungsstrecke.

Ein weiterer Dauerbrenner ist die "Parkraumgestaltung". Innerstädtische Parkplätze wird es weiter geben, versprachen die Gemeinderäte Bernhard Schindler und Michael Meier, beide Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss, der sich mit dieser Frage intensiv befasst. Wo und wie, das wird noch diskutiert. Ideen seien gesammelt, nun gehe es an die Abklärung mit den Behörden. Noch im Frühjahr wolle man das Konzept öffentlich vor- und zur Diskussion stellen, versprachen beide.

Die Sanierung des Nikolausbrunnens hat sich eine Bürgerinitiative auf die Fahnen geschrieben, die ihr Konzept im Rahmen der Mitgliederversammlung des Gewerbevereins vorstellte. "Ziel des Projekts soll es sein, mit Spenden und Aktionen die Restaurierung des Nikolausbrunnens zu finanzieren und diese gegebenenfalls mit ehrenamtlicher Tätigkeit zu unterstützen", so Bernd Hechinger und Ulrich Volk. So haben es die Initiatoren bereits dem Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt, der das Projekt vorbehaltlos unterstützt. Auch der Gewerbeverein wird dies tun, so die einhellige Meinung: Mit einem namhaften Betrag, aber auch Aktionen und Veranstaltungen. Auf rund 30- bis 40 000 Euro beläuft sich eine grobe Kostenschätzung. Erste Spenden wurden bereits eingeholt: "Der Beginn dieses Projekts und Grundstock zur Finanzierung wurde durch die Teilnehmer der Bürgerreise nach Demre gelegt. In einer spontanen Aktion spendeten sie schon rund 1400 Euro", berichtete Hechinger. "Das zeigt uns, dass der Rückhalt in der Bevölkerung da ist und diese Aktion wirklich als Projekt von Bürgern bezeichnet werden kann", so Hechinger. Der vorgesehene Zeitplan ist ehrgeizig: Bereits am 6. Dezember soll der sanierte Nikolausbrunnen wieder eingeweiht werden. Noch im Februar wird das Projekt offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt. Von März bis November sind Aktionen geplant wie Spendenaufrufe, Sammeldosen in allen Geschäften, Kuchenverkauf, Benefizkonzerte, ein Nikolausplatzfest, eine Brunnenwanderung und vieles mehr.

Weitere Termine 2012 des Gewerbevereins: 20. März: Naturparkmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag, 14. Oktober: Elzacher Gesundheitstag; 11. November: Martinimarkt mit verkaufsoffenem Sonntag.

Autor: Kurt Meier