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10. Februar 2012
Die besten Dichterinnen von Mexiko
"Fiesta Mexikana, olé!" hieß das Motto der Frauengemeinschaft bei ihrem Fasnetabend 2012 / Lachsalven in der Casa dellos Gastos.
ELZACH. "Fiesta Mexikana, olé!", hieß es vergangene Woche gleich zweimal im Elzacher Haus des Gastes. Die Frauengemeinschaft hatte die Frauenwelt zu ihrer nur alle zwei Jahre stattfindenden Frauenfasnet eingeladen. Die Frauen, allesamt im bunten mexikanischem Erscheinungsbild, wurden nicht enttäuscht – tolle "Fasnetstückle" – bunt, vielfältig und auch mit vielen Neulingen – begeisterten. Und auch das Drumherum stimmte: Die Deko verzauberte das Haus des Gastes in eine Casa dellos Gastos in Mexiko – arriba !
Wer schon einmal bei der Frauenfasnet war, weiß dass der erste Programmpunkt immer allen mitwirkenden Frauen gehört. Mit einem flotten Lied tanzten die Frauen in ihren bunten Röcken durch das Publikum auf die Bühne und eröffneten den Abend, denn "mir moche Fasnet, sin alli froh!". Katharina Burger, die durch das Programm führte, lud dann auch gleich ein, "dem schnellste Miisli us Mexiko" (Elvira Klausmann) zu lauschen. Dieses hatte eine lange Reise und auf ihrem Weg zu ihrer Cousine (Tanja Schill) einiges erlebt. Die Premiere von Elvira Klausmann als Stückledichterin war dabei durchaus gelungen. Neben der Ampel "bim Rapp", wo "rot viellicht ufgmolt isch", spielten einige Männer des Tennisvereins eine "tragende Rolle" in dem Vortrag. Deren Ortskenntnis hielt sich nämlich trotz google maps in Grenzen. Und auch das "Rindfleischquintett" und deren Stretch-Limousine mussten für den ein oder anderen Spaß herhalten. "Alte Hasen" an der Frauenfasnet sind hingegen Anna Winterer (Text/Gesang) und Jutta Schill – sie nahmen den "Usflug vum Stadtpersonal" aufs Korn. Da wäre der "Schwobe-Gigolo" (Bürgermeister Holger Krezer) beim Ausflug aufs "Schänzle" fast verfrore und auch der "Weißer" hatte mit "sinere Blose" zu kämpfen. Toll untermalt mit Moritatenbilder von Alois Winterer, forderte auch dieses Stückle die Lachmuskeln der Zuhörer.Werbung
Schön und zugleich witzig anzusehen war das "mexikanisch bunte Federvieh der junge Fraue", die mit Schwarzlicht einen peppigen Tanz zeigten. Cathrin Hänle und Nadine Pfaff hatten die Choreographie einstudiert. Dann ging es in den Hennestall, dort diskutierten fünf Hühner (Bettina Teufel, Simone Wehrle/Text, Stefanie Kury, Katharina Wölfle, Sandra Klausmann) über Quoten diverser Art und die Frauenquote im speziellen. Nicht nur hier zeigte sich, was die Frauenfasnet neben den tollen Vorträgen auszeichnet: Auch Deko und Kostüme sind immer detailreich und wunderschön gestaltet. Die Hühner wünschten sich mit viel Augenzwinkern "’ne Frau im Männerchor", der Sportverein und auch die Feuerwehr seien dagegen ja schon "moderni Verein". "Ä Frau an de Spitze, des wär a Gaudi", waren sich die fünf einig und "Fraue in den Führungsposte tät au viel weniger koste". So "isch die Frau besser als jeder Mann", macht denn dann vielleicht eine Männerquote Sinn? An Fasnet gebe es in Elzach jedenfalls eine "heimliche Quote, mit der besonderen Note", so das Resümee der Hühner, die sich fragten: "Derfe d’ Fraue do überhaupt us’m Huus?".
Katja usem Katzemoos und Diego us Mexiko (Patricia La Fata, Sabine Liebmann, Jutta Schill, Maria Schill) hatten ebenfalls ein paar G’schichtle im Gepäck. Dass da viel Freude am Spiel vorhanden war, das konnte das Publikum an Diegos sympathischen Lachsalven sehen. Ebenfalls schon lange dabei sind Martina Moser, Erika Hofmaier und Katharina Klausmann, sie waren die "drei flotten Frauen" und es stimmte einfach alles. Die Mimik, der Ausdruck und die Texte waren grandios, eigentlich kein Wunder, denn "mir Fraue kenne alles, mir sin einfach der Wahnsinn". Die Frau als Arbeitstier, des mocht Spagat und auch "die Sparsame" musste mittels eines Orangentransports aus der Türkei näher beleuchtet werden. Viele Lacher hatten die drei auf ihrer Seite und sie trafen es auf den Punkt. Bei einem Publikum bestehend aus lauter Frauen war ihnen der Beifall gewiss.
Anton (Marlies Schill) und Paula (Mathilde Wernet) traten dann aufs Parkett, was wäre eine Elzacher Frauenfasnet ohne einen Beitrag der beiden. Der Theaterbesuch (Kasse: Tanja Schill) des trauten Ehepaares war dann auch wirklich ein Heidenspektakel und begeisterte durch seine Wortspielereien. Ja, und dann war der Abend schon fast wieder zu Ende, wie im Flug vergingen die Stunden, bis die Frauengemeinschaft zum großen Finale rief. Mit Superstar Elvis und einem echten Petticoatgirl (Erika Hofmaier und Katharina Klausmann) und allen Mitwirkenden auf der Bühne sowie flotter Musik verabschiedeten sich die Frauen von ihrem Publikum, natürlich nicht ohne zuvor den vielen Helferinnen zu danken, die das Bühnenbild zeichneten (Susanne Burger, Elke Gnädig, Veronika Kern, Martina Burger), Schreinerarbeiten erledigten (Nikolaus Wernet), Moritatenbilder malten (Alois Winterer) und für das nötige Drumherum sorgten (Elisabeth Neumaier, Rosemarie Bechtold, Dirk Maul und Markus Anselment), so dass es dann nur noch hieß: "Bliibe gsund, bis d`Frauenfasnet 2014 wieder kummt!" Arrrrriba!
Autor: silke Nitz


