Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

26. Oktober 2011

Fröhlicher Sturm auf die Matratzen

Tag der offenen Tür bei der Elza: Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, Schlafunterlagen auf Herz und Federkern kennen zu lernen.

  1. Reger Betrieb herrschte den ganzen Tag über in der Produktion der Elza-Matratzenfabrik. Foto: roland gutjahr

ELZACH. Bei schönstem Wetter zogen die Elzacher trotz Sperrung der Durchgangsstraße am Wochenende in Scharen auf den "Rießlersberg" und stürmen die ELZA, um einen Blick hinter die Kulissen der Matratzenfabrik zu werfen. Dort wurden sie sicherlich nicht enttäuscht, denn Geschäftsleitung, ELZA-Personal, Kolpingsfamilie und Stadtmusik gaben alles, um die Gäste zufrieden zu stellen.

Das zehnjährige Bestehen nach der Neufirmierung und die Fertigstellung eines neuen Logistikbereiches, einer Halle mit 600 Quadratmetern waren für die Elzacher Matratzen GmbH Grund, interessierten Bürgern bei einem "Tag der offenen Tür" einmal Einblick in ihre Produktion zu geben. Geschäftsführer Jürgen Notheis, der vor zehn Jahren bei der Neufirmierung als einer von drei Gesellschaftern eingestiegen war, hieß schon früh morgens neben seiner vollständigen Belegschaft zahlreiche Besucher und die zwei Vereine, die die Bewirtung übernommen hatten, willkommen.

Einen Rückblick auf die letzten zehn Jahre hatte Jürgen Notheis kompakt zusammengestellt. Die rapide Veränderung des Marktes habe auch von der Firma viel Flexibilität abverlangt. Zum einen wünschten sich Kunden noch mehr verschiedenartige Matratzen, zum anderen aber auch noch mehr unterschiedliche Matratzenbezüge, Füllungen und Matratzenkerne. Schon 2008 war man genötigt ein neues Lager anzubauen. In diesem Jahr war das wiederum nötig. Um Versandbereich und Materiallager zu optimieren, war ein Anbau mit 600 Quadratmetern Platz und 400 Quadratmetern Zwischenboden nötig. Nun verband man diese Erweiterung mit der zehnjährigen guten Geschäftsentwicklung: Grund genug für einen Tag der offenen Tür.

Werbung


Die erste Führung des Tages durch die Produktion übernahm der Chef persönlich. Beim Vorstellen der Betriebsabläufe an Steppmaschine, Zuschneidetisch, Nähmaschinen, Beziehmaschine, Federkernelement-Montage, Klebetisch oder schlussendlich in der eigenen Schreinerei oder beim Versand wurde ein Geheimnis des Erfolges deutlich: Der Chef und jeder der 34 Mitarbeiter/innen sind sichtlich ein Team. Und wie es den Anschein hatte, nicht nur bei "offenen" Türen.

In hellen Hallen, bei großzügigem Raumangebot auch für die Mitarbeiter, machte es allen sichtlich Spaß, an modern eingerichteten Arbeitsplätzen zu arbeiten, und dies nicht nur, weil jetzt gerade der Chef eine Führung macht. Bei den Betriebsführungen gab es dann mittags gewaltige Engpässe zu meistern, die Besucherströme nahmen immer mehr zu.

Deshalb hatten auch die Mitglieder der Kolpingsfamilie und des Fördervereins der Jugendkapelle der Stadtmusik alle Hände voll zu tun, um den Durst und Hunger der Gäste zu stillen. Zwischen den Massen waren zwei, die ständig von begeisterten Kindern belagert waren: Juliet & Rasputin, ein Zaubererpaar, dass dank seiner Zauberkunst und List bei den interessierten Gästen immer wieder für Bewunderung sorgte. Die "Fantastischen 2" hatten ihren Namen nicht umsonst.

Fantastisch, dieses Wort hatten sicher auch Jürgen Notheis und alle Verantwortlichen im Hinterkopf. Diese Bezeichnung passte auf den gesamten Tag, dessen Zuspruch, den er vor allem im oberen Elztal fand, und den reibungslosen Ablauf durch die Hilfe vieler helfenden Händen. Toll für einen Betrieb, der trotz seiner Größe, wie eine harmonische Familie wirkt.

Autor: Roland Gutjahr