"Früherer Ertragsbringer Strom ist schwieriger Markt geworden"

Bernd Fackler

Von Bernd Fackler

Sa, 12. Januar 2019

Elzach

HAUSHALTSBERATUNGEN (II): Wirtschaftspläne der Eigenbetriebe Stadtwerke und Stadtentwässerung 2019 / Der kaufmännische Leiter Thomas Tränkle gab Auskunft.

ELZACH (fa). Nach der Beratung des städtischen Haushaltsplanentwurfs 2019 (siehe BZ von gestern) ging es im Gemeinderat am Dienstag zum selben Thema um die Wirtschaftspläne der Eigenbetriebe Stadtwerke und Stadtentwässerung.

Hierzu gab Thomas Tränkle, der kaufmännische Leiter der Stadtwerke, Auskunft. Der Wirtschaftsplan für die Stadtwerke hat im Erfolgsplan ein Volumen von 5 449 500 Euro bei einem kalkulierten Verlust von 473 500 Euro und im Vermögensplan ein Volumen von 1 993 500 Euro, Die vorgesehenen Kreditaufnahmen betragen 1 005 180 Euro. Thomas Tränkle nannte einige geplante Maßnahmen in den Sparten Strom (Beispiele: Wendelinusweg, Erschließung Sauter-Areal, Restverkabelung Radweg Yach) und Wasser (Grabenstraße, wiederum Wendelinusweg, Schwarzwaldstraße, Triberger Straße, Wassergewinnung am – "sehr alten" – Hochbehälter Tannwald II neben der BDH-Klinik) und Tourismus (Freibad Elzach: Unter anderem Neugestaltung des Eingangsbereichs, um in Spitzenzeiten den Andrang besser bewältigen zu können), außerdem noch der Imkerei-Themenweg in Prechtal und der Moutainbike-Trailpark in Oberprechtal.

Tränkle: "Der frühere Ertragsbringer Strom fällt als solcher weg. Strom ist derzeit ein schwieriger Markt. Innerhalb von zwei Jahren verlieren wir, was wir zuvor gewonnen hatten". Waren die Großhandelspreise für Strom im Jahr 2011 auf einem Höhepunkt, fielen sie danach deutlich bis zum Tief 2016, um inzwischen fast wieder die 2011-er Marke zu erreichen. Thomas Tränkle: "Die Verträge sind langfristig, die Preise garantiert, während die (Einkaufs-)Preise steigen."

Zum Bereich Tourismus (er ist "bilanzmäßig" ein Teil vom Wirtschaftsplan der Stadtwerke) machte Matthias Dick (CDU) den Vorschlag, eine Jahreskarte für Familien mit Auszubildenden einzuführen, "im Sinne der Gleichbehandlung, denn für Familien mit Studenten gibt es das ja schon"– Bürgermeister Roland Tibi riet zu einem entsprechenden Fraktionsantrag. Michael Meier (SPD) wollte wissen: "Steht für den Mountainbike-Trailpark in Oberprechtal die Realisierung in Aussicht? ". Der Bürgermeister schmunzelte: "Wir stehen, wie auch letztes Jahr schon, kurz davor, es fehlt nur noch eine Unterschrift" der Grundstückseigentümer.

Dann noch der Wirtschaftsplan Stadtentwässerung Elzach (SEE): Er umfasst im Erfolgsplan 1 650 000 Euro, im Vermögensplan 1 407 600 Euro, die vorgesehenen Kreditaufnahmen werden auf 560 600 Euro festgesetzt. Lioba Winterhalter, die stellvertretende Rechnungsamtsleiterin: "Der SEE-Haushalt ist der unproblematischste. Es ändert sich nicht viel gegenüber 2018. Wir schwimmen einfach mit den Maßnahmen der beiden anderen Haushalte mit."