GANZ NEBENBEI: Narren scharren

Bernd Fackler

Von Bernd Fackler

Sa, 12. Januar 2019

Elzach

Gestern Abend, ab "halber Siebini", sind sie also wieder durchs Städtle marschiert, ohne Larven zwar noch, die Protagonisten der Narrenzunft Krakeelia, um den Waldkirchern den Beginn der Fasnet 2019 auszurufen. Und diese Fasnet 2019 liegt sehr spät im Kalender: Am 6. März ist Aschermittwoch. Der allerspäteste Termin dafür wäre freilich der 10. März und der frühestmögliche der 3. Februar – also eine ganz schöne Bandbreite. Wobei die extrem späten und frühen Termine selten anfallen. Warum? Nur ein Stichwort: Ostersonntag = erster Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang (20. März). Sieben Wochen vor Ostern ist immer Fasnet. Alles klar?

Nit nur meckere

Im Gegensatz etwa zum Kaiserstuhl oder Markgräflerland sind im Elz- und Simonswäldertal die Neujahrsempfänge eher dünn gesät. Was nicht so tragisch ist, weil sich bei diesen Veranstaltungen doch oft immer wieder dieselben Leute begegnen, sich Glück wünschen und immer wieder ähnliche Reden anhören. Kann aber durchaus auch mal anders sein: Beim Neujahrsempfang in Wyhl war von Bürgermeister Ferdinand Burger – er ist aus Yach – dieses zu hören: "Wenn wir uns nicht selbst engagieren, uns nicht einmal mehr selbst ’regieren’ wollen, dann werden wir zu einem Volk von passiven Meckerern."

No Go(ld)

Ach ja, das Goldene Steak von Fußballer Frank Ribéry hat natürlich auch im Elztal für Gesprächsstoff gesorgt. Man könnte jetzt – Pardon, Franck! – den auch nicht gerade oberklugen alten Spruch zitieren: "Intelligenz säuft, Dummheit frisst". Aber das würden wir niemals tun! Wir sagen bloß: "Die Würde des Menschen ist unantastbar!"

Nonsense

Den Spruch zum Wochenende liefert zum Auftakt der Fasnetzeit Showmaster Peter Frankenfeld (1913 bis 1979, das war der mit den großkarierten Jacketts):

"Aller Unfug ist schwer".