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07. Dezember 2017

Neue Projekte für Tourismus

Ulrike Schneider berichtet über Mountainbike-Trail.

ELZACH. Elzachs Umlage für den Tourismus steigt im kommenden Jahr. Dies kündigte Ulrike Schneider, Geschäftsführerin der Tourismusgesellschaft Zweitälerland (ZTL), bei der Vorlage des Wirtschaftsplans 2018 in der Gemeinderatssitzung an. Hauptgrund sind Ausgaben für Re-Zertifizierungen und neue Projekte, die das touristische Angebote erweitern.

Rund 612 300 Euro umfasst der Erfolgsplan der Tourismusgesellschaft für das kommende Jahr. Darüber entscheidet die Gesellschafterversammlung. Dessen Vertreter aus Elzach bekamen den einstimmigen Auftrag des Gemeinderates, sowohl den Projekten und Investitionsvorhaben zuzustimmen als auch den Folgekosten des Projektes "Schwarzwälder Hüttenwinkel" und dem Wirtschafts- und Finanzplan, den Schneider dem Gemeinderat präsentierte.

Der Gesellschafteranteil der Stadt Elzach beträgt 17,6 Prozent und beziffert sich kommendes Jahr auf rund 77 000 Euro. Das ist eine Zunahme von rund 10 600 Euro gegenüber dem Vorjahr. Was unter anderem den Investitionsvorhaben geschuldet ist, die 2018 anstehen. So will sich die Gesellschaft ein neues Erscheinungsbild (Neudeutsch: Layout) geben (Kosten: rund 20 000 Euro). Die Nachzertifizierung des Premiumproduktes "Qualitätsregion Wanderbares Deutschland" steht an und ist mit rund 13 500 Euro veranschlagt. Dafür sinken die Folgekosten für das Projekt "Hüttenwinkel" (Unterhaltskosten) um 1700 auf 2100 Euro.

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Rund 67 000 Euro sind für das Projekt "Mountainbikeregion" vorgesehen. Im Jahr 2018 soll es nach über zweijähriger Planung in die Umsetzungsphase kommen. Touristische Zielgruppe seien nicht so sehr die sportlich ambitionierten Down-Hill-Raser, die möglichst spektakulär über Stock und Stein hechten wollen, sondern die Tourenfahrer auf dem Mountainbike. Ihnen wird das Angebot einer Mehrtagestour rund ums Zweitälerland gemacht. Die Gesamtstrecke beträgt 212 Kilometer. Dafür sollen hauptsächlich schon vorhandene Wald- und Flurwege genutzt werden, so Schneider. Ein zweites Angebot richtet sich an Familien mit Kindern. Sie sollen unter fünf Rundtouren wählen können, die auch individuell kombinierbar sind. Das dritte Angebot ist ein Mountainbike-Trail, der in Oberprechtal geplant ist. Letzteres sei aber kein Projekt der Tourismusgesellschaft, sondern der Stadt Elzach.

Wie ist es denn um die Akzeptanz bestellt", wollte Gemeinderat Josef Weber (CDU) wissen. Bürgermeister Roland Tibi und Ulrike Schneider berichteten von "sehr viel Überzeugungsarbeit", die sie nicht nur bei vielen von den Plänen betroffenen Grundstückseigentümern, sondern auch den verschiedenen Interessenverbänden leisten mussten. Man sei aber überwiegend auf Verständnis und Unterstützung gestoßen, so Tibi. Bei vielen seien aber Ängste und Vorbehalte festzustellen, die man mit viel Transparenz und Informationen ausräumen möchte. Laut Schneider ist bei der Wegführung "noch nichts in Stein gemeißelt". Sie betonte aber auch, die Wichtigkeit dieses neuen Tourismussegments, das einen stetig wachsenden Markt bediene, den viele Tourismusregionen im Ausland schon längst erkannt haben. Komme das Projekt zum Tragen, sei das Zweitlälerland "einer der Vorreiter in Deutschland".

Autor: Kurt Meier