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08. Februar 2012
Was der Narr wissen will
Elzacher Fasnet-Nachrichten / Moritaten in geänderter Form.
ELZACH. Jetzt geht’s ganz schnell: Seit Sonntag toben sich die Kinderschuttig im Städtle aus, erstmals steht der versetzte Schuttigbrunnen auf dem Bärenplatz nun mitten im Zentrum des Geschehens.
Auch sonst gibt’s 2012 Neues bei der Elzacher Fasnet. Zwar ändert sich der Umzugsweg wegen der Umgehungsstraße erst 2013. Aber schon an der kommenden Fasnet gibt es eine kleine Veränderung, nämlich im Ablauf am "Fasnetmändig"-Nachmittag: Da der Wagenbau jedes Jahr schwieriger zu bewerkstelligen war, werden die "Mändig-Nochmittags-Moritaten" erstmals nicht mehr auf Fasnet-Wagen durch s’Städtli ziehen, sondern an zwei festen Plätzen auf kleinen Bühnen als eine Art "Narrenspiel" aufgeführt. Ab circa 15.30 Uhr wird die erste Moritat – die des Narrenrats – am Nikolausplatz zu sehen und zu hören sein. Der zweite Aufführungsplatz ist der Bärenplatz. Ob’s eine zweite "Plätzli-Moritat" gibt, ist noch ungewiss beziehungsweise geheim. Nur so viel sei verraten: Warten und Aushalten lohnt sich.
Dicht gedrängt ist das Moritatenprogramm dagegen bereits für Montagabend. Bislang haben sich etwa ein halbes Dutzend Gruppen angemeldet. Alle Moritaten werden ab circa 17 Uhr durch sämtliche Lokale ziehen (und manche vielleicht zum Auftakt auch auf einem oder beiden erwähnten Plätzen gezeigt?) und schließlich im Haus des Gastes zu sehen sein. Übrigens: Von allen Gaststättenbesuchern wird für die Dauer der Aufführung der Moritatengruppen Ruhe erwartet – auch das gehört zur Elzacher Fasnettradition!
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Frohe Kunde für die Fasnet an der Gaststättenfront: Trotz zeitweiliger krankheitsbedingter Schließung werden das Gasthaus "Krone-Ladhof" und auch das "Küferstüble" die ganze Fasnet über geöffnet haben! Nur für die drei närrischen Tage aus seinem schon länger währenden Dornröschschlaf erweckt wird auch der "Falschmünzer" am Bärenplatz. Nicht mehr zur Verfügung steht allerdings die bisher vom FC Prechtal bewirtete Kaffeestube in der Pausenhalle der Schule.
Zur Elzacher Fasnet gehören bekanntlich auch Schuttigzimmer. Darin haben sämtliche Hästräger – also auch "Maschkele" – Aufenthaltsrecht. Schuttigzimmer gibt es (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) im Café Weber, "Schwanen", "Küferstüble", Café "Sattler", "Bären", "Löwen" (in der so genannten"Schwemmi", allerdings nur am Schmutzige Dunschdig ganztags sowie am Fasnet-Sunndig bis 19 Uhr), im Aktiv-Hotel "St. Elisabeth", im Haus des Gastes (nur am Fasnet-Sunndig und am Fasnet-Mändig), im Pfarrzentrum (Kellergeschoss) und schließlich im Gasthaus "Rössle".
Ansonsten gelten die üblichen Regeln: Keine Kinderschuttig nehmen teil am Fasnetausrufen (zu gefährlich!) erst recht nicht beim Fackelumzug und natürlich auch nicht beim Taganrufen, wo der Jahrgang 1993 diese Fasnet das Sagen hat. Beim Fackelumzug ist wiederum der Mitgliedsbändel sichtbar zu tragen, sonst gibt’s keine Fackel. Bei den Umzügen sollen Schuttig mit kleinen Kindern oder Kinderchaisen nicht direkt vor der Musikkapellen laufen, um den zügigen Ablauf nicht zu behindern. Zwischen den Musikkapellen zu laufen, ist für alle Schuttig tabu, wie ein erneuter Schadensfall vom Vorjahr zeigt. Für die, die’s nicht wissen: Vor dem Fasnetausrufen um 12 Uhr am Fasnachtssonntag zeigt sich kein Schuttig an der Hauptstraße, sondern alle sammeln sich in den Seitenstraßen. Und schließlich: "Schuttig ohne Köpfe" sind auch in Privaträumen am Fenster und auf Balkonen kein willkommenes Erscheinungsbild.
Autor: Kurt Meier/Bernd Fackler
