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24. April 2009

100 Mitglieder im Stadtseniorenrat

Lobbyarbeit, PC-Kurse, Seniorenreisen und künftig auch Beratung im Rathaus werden angeboten.

EMMENDINGEN (fbt). Der Stadtseniorenrat ist – 100 Mitglieder kümmern sich um die Interessen alter Menschen in der Stadt. Demnächst wird es sogar im Rathaus eine Anlaufstelle geben (siehe BZ vom Dienstag).

Eine umfangreiche Jahresbilanz stellten Vorsitzende Sigrid Stegle und ihre Stellvertreter Helga Diener und Günter Klein bei der Hauptversammlung im Schlatterer-Saal vor. Ein Brief mit der Bitte an Discounter, in den Märkten Sitzgelegenheiten zur Verfügung zu stellen, brachte noch nicht die gewünschte Resonanz. Die PC-Kurse in Textverarbeitung und Internet wurden durch einen Fortgeschrittenen-Kurs ergänzt.

Diener berichtete vom Landesseniorentag, vom Kurs "Langlebigkeit verpflichtet". Beim Erfahrungsaustausch mit Engagierten aus anderen Orten stellte sich offensichtlich heraus, dass Emmendingen als einzige Stadt dem Seniorenrat keinen Zuschuss zahle. Pressesprecherin Birgitta Weiher bestätigte das auf BZ-Anfrage, ergänzte aber, es sei kein Antrag gestellt worden. "Wenn der Bedarf da wäre, müsste man sich darüber unterhalten".

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Klein schildert Erfahrungen vom Projekt "Neues Altern in der Stadt (NAIS)", an dem sich der Stadtseniorenrat gemeinsam mit der Kommune beteiligte – auch hier stand Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt. Immerhin, fügt er hinzu, seien die Senioren jetzt im Organigramm der Stadt mit aufgeführt. Erstmals organisierten Diener und Stegle im vergangenen Jahr Seniorenferien – 23 Teilnehmer fuhren mit. 2009 geht es vom 14. bis 23. September nach Sand in Taufers (Südtirol).

Auch die Barrierefreiheit des Emmendinger Bahnhofs (die BZ berichtete) steht beim Stadtseniorenrat auf der Tagesordnung. Er beteiligte sich an der Demo und wird auch der Initiative beitreten, die sich am 27. April gründen soll und das Ziel weiter verfolgt.

Positiv wurden Gespräche mit der Stadtverwaltung beurteilt. Im Mai bekommt der Stadtseniorenrat das Zimmer 104 im Rathaus, um dort dienstags Beratungen anbieten zu können – zunächst für zwei Stunden. Und: Das 100. Mitglied ist seit Dienstag dabei. Stegle: "Wir wären dankbar, wenn es auch mal 200 wären." Auch in Sachen Fußgängerzone wurde der Seniorenrat gehört. Immer wieder zur Sprache kommt der Wunsch nach einem kleinen Fundbüro im Rathaus. Dringender ist das Fehlen einer Behindertentoilette bei Veranstaltungen – im umgebauten Bahnhof soll eine vorgesehen sein, bis dahin will man nicht warten.

Autor: fbt