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11. Januar 2017 16:21 Uhr

Um ein Verkehrschaos zu vermeiden

Baubeginn erst im Mai?

Die Sanierung der Karl-Friedrich-Straße ist eines der Großprojekte 2017 in Emmendingen. Die Arbeiten sind auch ausgeschrieben – doch jetzt würde die Stadt gern bremsen. Grund sind Bauarbeiten in Teningen.

  1. Die Stromleitungen haben die Stadtwerke schon mal verlegt. Aber weitere Bauarbeiten kollidieren mit Bauarbeiten an der L114. Foto: Sylvia-Karina  Jahn

  2. Wenn die L 114 ab Montag, 16. Januar gesperrt wird, kommt man nur noch über Köndringen von Emmendingen nach Teningen. Foto: Sylvia-Karina  Jahn

EMMENDINGEN. Eigentlich steckt die Stadt schon mitten in den Sanierungsarbeiten für die Karl-Friedrich-Straße. Eigentlich. Aber nachdem Stromkabel und Wasserleitungen zwischen den Hausnummern 24 bis 40 erneuert wurden, will die Stadtverwaltung das Millionenprojekt nun etwas hinausschieben. Der Grund: Weil sich der Beginn der Arbeiten für den Radweg an der L 114 verzögerte und dort von Montag an bis Ende April eine Vollsperrung besteht, wäre ein Verkehrschaos programmiert, wenn zugleich in der Karl-Friedrich-Straße gebaut wird.

"Behinderungen wird es geben", erklärte Bau-Fachbereichsleiter Rüdiger Kretschmer den Stadträten im Technischen Ausschuss. Denn die Karl-Friedrich-Straße wäre die einzige Verbindung von und nach Teningen, sobald die L 114-Sperrung greift – über die Straße Am Elzdamm, also die B 3-Umfahrung, geht dann nichts mehr, weil das Stück der davon abzweigenden L 114 zwischen Emmendingen und Teningen komplett gesperrt wird. Diese Baustelle wird zudem noch eine Ampelregelung an der Kreuzung B 3/L 114 neu zwischen Emmendingen und Köndringen mit sich bringen. Die Ampelschaltung, für die der Landkreis zuständig ist, soll zwar auf die Ampeln in Köndringen und Mundingen abgestimmt werden; generell soll der Verkehrsabfluss auf die B 3 besser werden. "Das Problem ist, dass Teningen die Bauarbeiten nach hinten verschoben hat, um das Weihnachtsgeschäft der Anlieger nicht zu behindern", sagte Kretschmer. Er geht von maximal vier Wochen aus, in denen sich die Bauzeiten überschneiden. Die Stadt versuche, den Baubeginn für die Karl-Friedrich-Straße von April auf Mai zu verschieben; umgekehrt versuche Teningen, möglichst früher als Ende April mit der L 114-Baustelle fertig zu sein. Diese hätte ursprünglich bereits im November und dann mit halbseitiger Sperrung beginnen sollen; das Bauunternehmen hatte dann eine kompakte Lösung vorgeschlagen, hieß es aus Teningen.

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An den Bauzeiten kann die Stadtverwaltung nicht viel drehen: "Wir können die Ausschreibung nicht aufheben, dann müssten wir Schadensersatz zahlen", sagte Oberbürgermeister Stefan Schlatterer.

Polizei schlägt Öffnung des Schwammwegs vor

Details zum Bau will die Verwaltung Ende Januar vorlegen. Es hatte am Dienstag Gespräche mit dem Landkreis gegeben, wie man am besten aneinander vorbei komme. "Es ist gut, was vereinbart wurde – aber es ist ’auf Kante genäht’", so Schlatterer: Wenn ein extremer Winter käme, wäre die Planung Makulatur. Die Polizei ist in die Gespräche einbezogen und hat laut Kretschmer vorgeschlagen, für die Zeit, in der sich die Baumaßnahmen überschneiden, den Schwammweg entlang der Elz zwischen Emmendingen und Teningen zu öffnen – wenigstens in einer Fahrtrichtung. Da gebe es allerdings noch Widerstand in Teningen.

Mundingens Ortsvorsteherin Carola Euhus befürchtete, dass die Mundinger Kinzge, für Kraftfahrzeuge gesperrt, dann als Schleichweg diene, was die Stadt im Auge behalten und verhindern solle. Kretschmer bezweifelte das: "Sie kommen ja über die Kinzge nicht ’raus, sondern landen wieder auf der Karl-Friedrich-Straße und also im Stau."

Autor: Sylvia-Karina Jahn