Diagnose Krebs mit 16

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 22. November 2008

Emmendingen

Sabine Mees schildert ihr Schicksal und ihr Überleben im Rahmen der Hospiztage

EMMENDINGEN (BZ). "Zurück ins Leben, nachdem ich jahrelang gegen den Krebs gekämpft hatte, kam das Geschenk, dass ich weiterleben durfte". Sabine Mees sprach vor einigen Tagen bei einer Veranstaltung der Hospizgruppe Emmendingen im Rahmen der diesjährigen Hospiztage.

Beate Geyer, Einsatzleiterin der Hospizgruppe, führte durch den Abend. "Wir möchten betroffenen Menschen Mut machen, die durch eine lebensbedrohliche Krankheit in eine Krise geraten sind", sagte sie.

Sehr still wurde es im evangelischen Gemeindesaal, als Sabine Mees von ihrem Schicksalsweg berichtete. Die heute 29-Jährige wurde im Alter von 16 Jahren mit der Diagnose Knochenkrebs konfrontiert. Es folgten viele Operationen und Therapien, letztendlich musste ein Bein amputiert werden. Das Schicksal forderte, dass Sabine Mees sich – trotz ihrer Jugend − mit dem Thema Sterben und Tod auseinander setzten musste. Als schließlich nach sechs Jahren ihre Kraft zu Ende ging, sie alle Therapien abbrach, kam das Geschenk, dass sie doch weiterleben durfte.

Sabine Mees schilderte eindrücklich, wie wichtig ihr in dieser schweren Zeit der Glaube war, der sie durch die Krankheit getragen habe. Die Texte und Gebete, die sie in dieser schweren Zeit geschrieben hat, sprachen für sich.

Sabine Mees ist trotz ihres Schicksals nicht verbittert, im Gegenteil, sie strahlte eine Leichtigkeit und Fröhlichkeit aus, die ansteckend wirkt. Heute begleitet sie Menschen vor und nach einer Amputation und ist in der Hospizbewegung tätig, durch die sie selbst viel Zuwendung erfahren hat. Das eigene Erlebte gibt ihr Kraft, anderen Menschen in ähnlichen Situationen beizustehen und Mut zu machen.

Info zu Veranstaltungen der Hospiztage unter http://www.landkreis-emmendingen.de Die Hospizgruppe Emmendingen erreicht man unter   07641/44 001.