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10. März 2009 16:57 Uhr

8. Emmendinger Kleinkunstpreis am 4./5. April

Die bunte Mischung macht’s

Der Emmendinger Kleinkunstpreis, der am 4. und 5. April wieder im Rahmen des 26. Künstlermarkts vergeben wird, hat in der Branche einen guten Namen. Künstler aus dem In- und Ausland bewerben sich um die Teilnahme und werben mit ihrer Nominierung.

  1. Freuen sich auf die Verleihung des Kleinkunstpreises: Günther Hoffmann, Beate Desenzani und Rainer Glaser. Foto: Walser

Nun fehlt nur noch ein zugkräftiges Symbol für den Preis. "Wir arbeiten gerade dran", verriet gestern Rainer Glaser, der hofft, im kommenden Jahr an den Sieger eine "Emmendinger Nadel" verleihen zu können. Diesmal bleibt es noch beim Händedruck des Oberbürgermeisters und dem Kuvert mit dem Preisgeld, immerhin insgesamt 1500 Euro. Parallel zur Jury wählt wie immer auch das Publikum während der kostenlosen Kurzauftritte und der Abendgala im Schlosskeller ihren Favoriten. Und das ist in den seltensten Fällen der selbe Bewerber, deren Zahl wie immer auf sieben begrenzt ist. Während das fachkundige fünfköpfige Preisgericht nach strengen Kriterien wie Kreativität, Spontanität, Ausführung und Handlung auf einer Punkteskala von null bis zehn die einzelnen Kandidaten bewertet, kommt es beim Publikumswettbewerb mehr darauf an, ob der sprichwörtliche Funke zwischen Künstler und Zuschauer überspringt. Jeder bei der Gala anwesende Zuschauer erhält mit dem Eintritt drei Bälle. Wer am Ende die meisten Bälle im Zylinder hat, gewinnt.

"Die bunte Mischung macht’s", verrät Günther Hoffmann das erfolgreiche Konzept der Veranstaltung, die Hoffmanns Spielspirale, Stadt und Schlosskellerverein seit 2002 gemeinsam ausrichten. Das Spektrum der Teilnehmer reicht von der Jonglage, über Zauberei und Musik bis zum Clown- und Improvisationstheater. Künstler aus dem Ausland, wie Eric Longequel aus Paris sind wieder dabei, andere kommen wie "Die Närrin tanzt" aus dem benachbarten Kaiserstuhl. "Wir setzen auch bewusst auf den Brückenschlag zwischen Profis und Semiprofis", sagt Hoffmann. Das sei zwar jedes Mal aufs Neue "ein Abenteuer", doch die Zuschauer schätzen den Überraschungseffekt. Am erfolgreichen Konzept und Ablauf habe man daher bewusst nichts geändert, ergänzt Beate Desenzani.

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In Künstlerkreisen hat der Emmendinger Kleinkunstpreis bereits einen guten Namen, weiß Rainer Glaser. Ehemalige Preisträger und Teilnehmer empfehlen Kollegen als Kandidaten oder werben mit der Platzierung in ihren Internet-Präsentationen. Sie schätzen auch die besondere Atmosphäre und die individuelle Betreuung, für die sich ein großes Team an Helfern um Isolde Andlauer und Andrea Emmenecker im Hintergrund engagiert. "Für Emmendingen ist das eine gute Visitenkarte, gerade weil der Wettbewerb in den Künstlermarkt eingebunden ist ", so Günther Hoffmann. Zu dem von ihm organisierten großen Basar der Künstler und Kunsthandwerker auf dem Schlossplatz werden am Wochenende vom 4. und 5. April wieder rund 120 Aussteller aus dem In- und Ausland erwartet. Die meisten Anfragen kommen mittlerweile von außerhalb Baden-Württembergs, die Besucher aus der ganzen Region, zunehmend auch aus dem benachbarten Elsaß.

Um den Kleinkunstpreis 2009 bewerben sich folgende Künstler: Clowntheater Paradox, Gaukler Joe, Calima & Brian, Cie. Presque Nulle (Paris), Die Fantastischen Zwei, Die Närrin tanzt und Leoparden Olga.

Info: 8. Emmendinger Kleinkunstpreis, 4. und 5. April, jeweils 14 und 16 Uhr kostenlose Kurzauftritte aller Künstler , Samstag, 20 Uhr, Abendgala; Sonntag, 17.30 Uhr Preisverleihung im Schlosskeller. Karten für die Abendgala bei der Spielspirale, im Schlosskeller und bei der Buchhandlung Sillmann.

Autor: wal