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09. Februar 2012

Die heiße Phase beginnt nun

Am Fasnachts-Sonntag ziehen 3400 Narren durch die Stadt / Neuer Ablauf am Schmutzigen.

  1. Narretei im Zeichen des Lenzhäuschens: Gerhard Bürklin, Alexander Maier und Thomas Schindler (von links) sind bereit für die heiße Phase der diesjährigen Fasnet. Foto: Marius Alexander

EMMENDINGEN. 53 der insgesamt 98 Gruppen, Zünften, Kapellen und Guggemusiken, die am Fasnachts-Sonntag, 19. Februar, durch die Emmendinger Innenstadt ziehen werden, waren vor einem Jahr nicht dabei. Etwas mehr als 20 von ihnen waren noch nie bei einem Umzug in Emmendingen. Zweites Novum: Am Schmutzigen Donnerstag wird zunächst das (Alte) Rathaus gestürmt und erst anschließend der Narrenbaum vor dem Lenzhäuschen aufgerichtet.

Wie Oberzunftmeister Alexander Maier, Narrengildesprecher Gerhard Bürklin und Umzugsleiter Thomas Schindler in einem Gespräch erläuterten, werden am Schmutzigen Donnerstag, 16. Februar, die Hemdglunker um 18.51 Uhr auf ihre Tour in Richtung Marktplatz losgeschickt. Etwa zugleich setzten sich die Mitarbeiter des Bauhofs mit dem stolzen Symbol der Fasnet in Bewegung. Unter dem lärmenden Getöse der kleinen und großen Hemdglunker (wobei die Aufforderung gerade an die Kinder gerichtet ist, alles mitzubringen, was für eine ordentliche Lärmkulisse dient) wird auf dem Marktplatz der Oberbürgermeister die Schlüssel zum Rathaus an die Narren übergeben. Anschließend erst zieht die Schar erneut auf den Schlossplatz, wo an inzwischen liebgewordener Stelle der Narrenbaum in die Senkrechte gebracht wird. Anschließend werden die acht Gruppen der Gilde sowie freien Zünfte, die in diesem Jahr das Narrendorf am Laufen halten, zum Feiern (bis etwa Mitternacht) einladen. Das Narrendorf steht den Umzugsbesuchern auch am Fasnachtsonntag als Verköstigungsstation und zum Ausklang zur Verfügung.

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Der 42. Große Internationale Fasnachtsumzug beginnt mit den 3400 Teilnehmern am Sonntag um 14.01 Uhr. Zuschauen kann jeder, der zuvor für 2,50 Euro die erneut von Gerhard Deist gestaltete Plakette erworben hat, die das in närrische Erschütterung vibrierende Lenzhäuschen mit dem Narrenbaum zeigt. Ob der Preis auch in Zukunft gehalten werden kann, darüber wollten die drei Vertreter der Narrengilde keine Prognose wagen. Sicher sei indes, dass der Umzug rund zweieinhalb Stunden dauern werde. Und einig sind sich alle drei in ihrem Wunsch an den höchsten Wetternarren: Lieber kalt, aber trocken.

Am Fasnachtsfreitag, 17. Februar, ist wieder von 19 Uhr an der Zug durch die Wirtschaften angesagt, am Samstag, 18. Februar, folgt um 13.31 Uhr der Kinderball und für mehr als 16-Jährige die Party in der Fritz-Boehle-Halle um 19.31 Uhr.

Autor: Marius Alexander