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04. Mai 2013

Die Stadt wirbt für den Schwarzwald

Die Tourist-Information wurde vom Deutschen Tourismusverband zertifiziert / Übernachtungszahlen stiegen um 3,15 Prozent.

  1. Kuckucksuhrenwand in der Tourist-Information Foto: Sylvia-Karina Jahn

EMMENDINGEN. Die städtische Tourist-Information wird vom Deutschen Tourismusverband als Schwarzwald-Information zertifiziert. Das erklärte Andrea Schlenk bei der Vorstellung des Tourismusberichts im Hauptausschuss. Die Auszeichnung wird am Montagabend übergeben, wenn auch die Vermieter von Ferienwohnungen ausgezeichnet werden. Die befinden sich im Aufwind: Dass Emmendingen im Vorjahr 3,15 Prozent mehr Übernachtungen verbuchte als 2011, verdankt die Stadt den privaten Vermietern, während bei den Hotels ein leichter Rückgang registriert wurde.

Das liegt, so meinen die Touristikexperten, am zu geringen Angebot; um so mehr freuten sich Schlenk und ihr Team, dass das neue Feng-Shui-Hotel Taome seit März geöffnet hat und 75 weitere Hotelbetten bietet. Insgesamt wurde in der Stadt 53 604 Übernachtungen registriert, mehr als jede zehnte Übernachtung im Landkreis. Es sind allerdings noch mehr: Der Wohnmobilstellplatz ist fast ständig ausgebucht, ja überfüllt; diese Touristen zählt niemand. Sie genießen es offenkundig, dass der Platz nahe des Freibads gebührenfrei genutzt werden darf. Das wird so gut angenommen, dass der neue Wohnmobilflyer nur auf Messen verteilt wird.

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Neu aufgelegt wurde das Unterkunftverzeichnis gemeinsam mit Sexau; die Wanderkarte ist in Druck, erstmals auch als französische Version. Als erfolgreich erwies sich laut Schlenk die Holiday Insider-Mitgliedschaft, die einen Buchungsumsatz von 16 645 Euro erbrachte. Die Pedelecs sind ein Erfolg. 2012 waren es 70 Vermietungen, in diesem Jahr schon 25 im April: "Das kommt echt supergut an", sagt Schlenk. Ähnliches erhofft sie sich von der Schwarzwaldcard; Partner für dieses Angebot, bei dem man für einen Preis an drei Tagen freien Eintritt in vielen Museen, Bädern und anderen Freizeiteinrichtungen bekommt, sind in Emmendingen das Museum im Markgrafenschloss und das Freibad. Neu ist auch ein Handyputzer mit EM-Motiv.

Der Facebook-Auftritt verzeichnete in einem Jahr eine Steigerung um 50 Prozent auf rund 970 "Likes", nicht nur von jungen Leuten: Unter den Posts, die Adrian Warmuz präsentierte, fand sich der Beitrag einer 79-Jährigen. Die meisten Freunde hat Emmendingen zwar in der Stadt und Umgebung, aber Freunde sitzen auch in Berlin, Frankreich, England, Polen, den USA und Torre Annunziata.

Und wie geht es weiter? Die Tourist-Information wird sich im Mai in der französischen Partnerstadt Six-Fours präsentieren, beim Wohlfühltag und dem Festival "I EM Music" sowie bei Tour de Pfännle und Herdäpflfeschd in der Stadt. Ein Kalender mit Emmendinger Motiven und neue Postkarten werden vorbereitet, ebenso ein neuer Führungsflyer. Die Stadtführung wird’s aber künftig auch via touristischer QR-Codes als digitalen Stadtrundgang auf dem Handy geben. Außerdem wird die Tourist-Information Agentur für "Mein Fernbus" und sie sorgt mit Saatgut für blühende Naturwiesen in der Stadt. Segway-Touren sollen in Zusammenarbeit mit einer Firma in Gundelfingen angeboten werden. "Tourismus ist ein Thema, da haben wir ein großes Wachstumspotenzial", meinte Oberbürgermeister Stefan Schlatterer.

Da passen die guten Noten, die die Prüfer vom Tourismusverband gaben. Freundlichkeit und Kompetenz der Mitarbeiter der Tourist-Information gefielen ihnen ebenso wie die Kuckucksuhrenwand, berichtete Schlenk. Die wurde sogar im Newsletter des Verbandes als "Best Practice"-Beispiel gezeigt – als Beispiel, wie man es besonders gut machen kann.

Autor: Sylvia-Karina Jahn