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12. November 2013

Drei Jubiläen krönen den Kalender

Am elften Elften probten die Emmendinger Narren schon einmal versuchsweise den Aufstand.

  1. Die Narrenkappe sitzt wieder fest auf dem Kopf: Oberzunftmeister Alexander Maier bei seinem Vortrag. Foto: Gerhard Walser

  2. Die Narren studierten fleißig die anstehenden Termine der neuen Kampagne 2014. Foto: Gerhard Walser

EMMENDINGEN. Gerade noch rechtzeitig schaffte es der OB in den Sitzungssaal, als die Emmendinger Narren sich pünktlich um 11.11 Uhr daran machten, zumindest einmal probehalber das Regiment im Rathaus zu übernehmen. Einen "Freudentag für die Narren" nannte Oberzunftmeister Alexander Maier diesen "elften Elften", nach dem sich die Fasnet nicht mehr aufhalten lasse.

Für Oberbürgermeister Stefan Schlatterer ist der Fasnetauftakt "zwischen Martinsumzug und Weihnachtsmarkt" längst ein Pflichttermin und sogar die frisch gewählten Abgeordneten aus dem Deutschen Bundestag gaben sich die Ehre. Peter Weiß (CDU) und Johannes Fechner (SPD) skandierten kräftig mit beim traditionellen "Ajo" auf die Emmendinger Kampagne, deren anstehenden Höhepunkte EFG-Präsident und Gilde-Sprecher Gerhard Bürklin verkündete.

Mehr als 20 Termine reihen sich vom 11. Januar bis Aschermittwoch. Viele Veranstaltungen sind mittlerweile so beliebt, dass sie von mehreren Tausend Fasnet-Freunden besucht werden. Das ist für die Veranstalter eine große Herausforderung. "Immer mehr möchten Fasnet machen und immer weniger machen die Fasnet", fasste Bürklin seinen Eindruck der vergangenen Jahre zusammen. Er appellierte an "neue Gesichter" in der Runde, sich aktiv mit einzubringen, um die schon seit dem Jahr 1890 in der Stadt gepflegte Tradition auch für die Zukunft zu erhalten.

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Narrengilde und freie Zünfte haben auch 2014 eine an Veranstaltungen reiche Kampagne geplant. Drei Jubiläen krönen den Kalender: Die Mundinger Krütsköpf feiern am 1. Februar ihr 22-jähriges Bestehen. Ebenfalls närrische zwei mal elf Jahre alt wird die EFG-Seniorenfasnet, was am 15. Februar gefeiert wird. Und schließlich findet das Aushängeschild der Narrengilde, der große international besetzte Umzug am Fasnet-Sonntag diesmal zum 44. Mal statt. Umzugsleiter Thomas Schindler ist bereits ausgebucht und führt eine Warteliste für weiter anfragende Teilnehmer aus der ganzen Region.

Bevor die Versammlung zur Einnahme der Narrensuppe ins benachbarte "Emotion" wechselte, sorgte Oberzunftmeister Alexander Maier bei einem Glas Sekt schon einmal für die nötige närrische Einstimmung mit einigen amüsanten Erkenntnissen aus den geheimen Akten des "Guerilla-Fasnets-Verkehrs-Vollzugsdienstes (GVD)".

Autor: Gerhard Walser