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14. Juli 2013 14:39 Uhr

Eröffnung in Emmendingen

Ein Hotel im Zeichen von Feng Shui

Ungerade Uhrzeiten sind die Emmendinger eigentlich von der Fasnet gewohnt, am Freitag jedoch ging es um fünf Minuten nach vier Uhr um etwas Fernöstliches: Denn um diese – laut Feng Shui Beraterin Pamela Jentner – astronomisch günstige Uhrzeit überreichte ein strahlender Gerwin R. Platz mit seiner Frau Conny Oehlmann-Platz den Hotelschlüssel des neuen Feng-Shui-Hotels "Taome" an Hotelleiter Peter Feldchen. Das Taome ist das zweite Hotel in Deutschland, das von Grund auf nach der Harmonielehre Feng Shui gebaut wurde.

  1. Hotelleiter Peter Feldchen stellte sich den Eröffnungsgästen vor, die sich im Frühstücksraum versammelt hatten. Foto: Friederike Marx-Kohlstädt

  2. Die Sterne standen günstig, als um 16.05 Uhr die Hotelbetreiber Gerwin R. Platz und seine Frau Conny Oehlmann-Platz den Schlüssel an Hotelleiter Peter Feldchen überreichten. Foto: Friederike Marx-Kohlstädt

  3. Zur Eröffnung wurde die Ying und Yang Torte angeschnitten. Foto: Friederike Marx-Kohlstädt

  4. Ein Prosit aufs neue Hotel: Von der Terasse aus hat man Blick auf die Karl-Friedrich-Straße und den Kaiserstuhl. Foto: Friederike Marx-Kohlstädt

  5. Foto: Friederike Marx-Kohlstädt

Der Gast soll darin durch die Bauweise und Gestaltung der Räume mit seiner Umgebung in Einklang kommen und sich von Grund auf erholen. Durch eine runde Glastür kommen die Eröffnungsgäste mit Blumen und Geschenken beladen ins Foyer spaziert, in dem ein "Vorhang" aus Wasser sanft von der Decke plätschert. "Es geht darum, gute Energie hineinzulassen. Wir wollen die Menschen anziehen", erklärt Conny Oehlmann-Platz. Ihr Mann und sie sind zugleich Bauherren und Betreiber des Hotels und ergänzen sich, wie sie sagt. "Mein Mann ist der Perfektionist, ich bin der Gesundheitsapostel." Seit vielen Jahren sei sie in den fernöstlichen Philosophien verankert.

Hunderte von Besuchern am Tag der offenen Tür

Auf den ersten Blick sind die 40 Zimmer, die viele hundert Besucher auch am Tag der offenen Tür am Sonntag noch erkunden konnten, schlicht eingerichtet. Die mit speziellen Schwebstoffiltern gereinigte Luft, Schadstoffreiheit, abgeschirmte Elektronik und viele ausgefeilte Details sind für das Auge unsichtbar. Ein Blickfang sind die Betten, an deren Kopfende ein überdimensionaler Baumstamm im Querschnitt nicht nur das Feng Shui Element Holz symbolisiert, sondern gleichzeitig Bezug nimmt auf das benachbarte Gasthaus Grüner Baum. Der Hotelbetreiber Platz, der aus der Schmuckbranche kommt und zusammengerechnet 14 Jahre seines Lebens in Hotels verbrachte, nennt seinen Slogan: "Guten Schlaf kann man bauen." Er will vor allem eines: Die Gäste sollen sich in seinem "Vital-Energie-Hotel" erholen und Harmonie finden, was er selbst oft genug in Hotels vermisst habe. Seit der Eröffnung haben schon Gäste aus 26 Ländern im Taome übernachtet – sie kamen aus den USA, Ägypten, Indien, China und Brasilien. Diese Zahl nennt der Hotelier stolz den Festgästen, nachdem der letzte Fanfarenklang verklungen ist. Der Frühstücksraum im vierten Stock ist voller entspannt wirkender Menschen. Besonders gut gelaunt ist Helmut Grässle, der als Manager bis zum Zeitpunkt der Eröffnung dem Ehepaar Platz mit Rat und Tat zur Seite stand.

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Hinter der Theke warten die neun Angestellten darauf, mit dem Yin und Yang Symbol "Taijitu" glasierte Torte und Lachshäppchen zu servieren. Aber erst einmal wird geredet. Und gebetet. Pfarrer Georg Metzger bittet Gott, dass ein guter Geist das Haus erfüllen möge. Einige Gäste stehen auf der von Luftballons gesäumten Terrasse, wo Autogeräusche von der Karl-Friedrich-Straße zu hören sind. Ein Feng Shui Hotel an einer stark befahrenen Straße? "Wir sind ein Business-Hotel", sagt Platz. Und ein solches gehöre nun einmal in die Stadt. Nach hinten geht der Blick von den Zimmern aus ins Grüne.

Mit der Hoteleröffnung verbunden ist die Hoffnung, dass das Taome auch das Traditionsgasthaus Grüner Baum auf der Straßenseite gegenüber wieder aus dem Dornröschenschlaf erwachen lässt. Vernetzt sind die konträr wirkenden Gebäude über ein Blockheizkraftwerk.

Autor: fmx