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02. März 2013

Ein Wettbewerb mit regionalem Kulturkolorit

Beim Künstlermarkt am 23. und 24. März wird zum zwölften Mal der Kleinkunstpreis "Emmendinger Nadel" vergeben.

  1. Jurymitglieder und Veranstalter werben für Kleinkunstpreis und Künstlermarkt: Andreas Schillinger, Ingrid Koch, Ulf Fiedler, Günter Hofmann, Peter Möller und Beate Desenzani Foto: Sylvia-Karina Jahn

  2. Jurymitglieder und Veranstalter werben für Kleinkunstpreis und Künstlermarkt: Andreas Schillinger, Ingrid Koch, Ulf Fiedler, Günter Hofmann, Peter Möller und Beate Desenzani Foto: Sylvia-Karina Jahn

EMMENDINGEN. Regionales Kulturkolorit versprechen die Veranstalter für den Kleinkunstpreis "Emmendinger Nadel". Der Wettbewerb wird zum zwölften Mal ausgetragen. Acht Künstler beziehungsweise Gruppen stellen sich an den beiden Veranstaltungstagen des großen Künstlermarktes dem Publikum und der Jury.

Der Schwerpunkt liegt auf Akrobatik und Tanz, sagt Günter Hoffmann von der Spielspirale, bei dem alle organisatorischen Fäden zusammenlaufen. Erstmals ist ein Verein dabei, die "Stuhlpolizei" vom Turnverein Oberhausen, die mit ihrer Akrobatik allein schon vom Platzbedarf her auf der Schlosskeller-Bühne in Grenzbereiche vordringen. Hanna Bernauer aus Staufen zeigt Poledance zu klassischer Musik, Selena aus Waldkirch ist eine international ausgezeichnete New-Age-Bauchtänzerin und das Duo Volvere aus Freiburg verspricht anspruchsvoll-unterhaltsame Akrobatik. Marian Mey jongliert; der junge Semiprofi aus Freiburg kommt aus dem Jugendzirkus Zambaiono. Außerdem steht Zauberhaftes auf dem Programm: Maria Mephista aus Emmendingen, Vorsitzende des Magischen Zirkels Freiburg, präsentiert ihr Premierenprogramm und das Zaubersyndikat lockt das Publikum ins Reich der Finanzjongleure und Falschspieler. Was die "Spontanellen", ein Improvisationstheater aus Freiburg, spielen, weiß dagegen vorher keiner. "Insgesamt haben wir wieder eine gute Mischung", freut sich Hoffmann. Der Ablauf hat sich bewährt: Neben Kurzauftritten im Schlosskeller präsentieren sich alle acht bei der Abendgala den Besuchern, die den Publikumspreis vergeben. Die Jury (Andreas Schillinger, Ingrid Koch, Peter Möller, Jana Bührer, Jörn Vandersee) bewertet alle Auftritte.

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Die Auftritte nutzen zunehmend Organisatoren von Vereins- und anderen Festen, um sich einen Überblick zu verschaffen, wen sie selbst engagieren könnten. So ist der Wettbewerb für die Künstler immer auch ein Sprungbrett, freut sich Hoffmann; und er ist inzwischen auch so bekannt, dass oft hochkarätige Künstler in den Schlosskeller kommen. Überraschungen gibt es also immer; nicht jeden Auftritt hat Hoffmann schon vorher gesehen.

Das gilt erst recht für den Künstlermarkt, an dem sich wieder weit mehr als 140 Aussteller beteiligen. Wie stets bei diesem zweimal jährlich stattfindenden Markt zwischen Schlossplatz, Stadttor und Marktplatz liegt der Fokus im Frühjahr auf Keramik. Auch hier legt Hoffmann Wert auf eine gute Mischung und hat das Glück, auswählen zu können: Profis wie den Münzschneider Roland Vohs sind ebenso dabei wie Bildhauer Oliver Ritter aus Salem (Schöpfer der Oweltinga) oder Martina Heyes aus Wyhl mit handgefertigten Gartenmöbeln. Es wird Osterschmuck geben, kleine, individuelle Geschenke und regionale Spezialitäten, eine Handvoll Anbieter der ersten Stunde und immer wieder neue. Vielen Frauen gilt der Markt inzwischen als Mekka für ausgesuchte Accessoires. Da ist Abwechslung wichtig: "Irgendwann ist der Schalvorrat aufgefüllt und noch mehr Ohren zum was Dranhängen hat man auch nicht", schmunzelt Beate Desenzani, Abteilungsleiterin im Fachbereich Kultur; Stadt sowie Schlosskellerverein sind Mitveranstalter beim Kleinkunstpreis und teilen sich die Kosten für das Preisgeld.

Künstlermarkt und Kleinkunstpreis am 23./24. März, Markt in der Innenstadt, Abendgala Samstag, 20.30 Uhr im Schlosskeller, dort auch nachmittags an beiden Tagen kostenlose Kurzauftritte der Künstler. 17.30 Verleihung der Emmendinger Nadel.

Autor: Sylvia-Karina Jahn