Elementa 21: Umzug in die Fritz-Boehle-Halle hat sich gelohnt

go

Von go

So, 14. Oktober 2012 um 16:59 Uhr

Emmendingen

Die Gebäude- und Energiemesse Elementa 21 war erstmals in der Fritz-Boehle-Halle im Stadtteil Bürkle-Bleiche. Die Premiere ist gelungen, denn mit 60 Ausstellern konnten sich die Besucher einen guten Überblick verschaffen.

"Die Fritz-Boehle-Halle und die Schule sind der ideale Messestandort", sagte Oberbürgermeister Stefan Schlatterer bei der offiziellen Eröffnung. Die Elementa 21 und die Stadtteilkampagne Klimaneutrale Kommune würden wunderbar zusammenpassen. Rund 9000 Menschen wohnen im Bürkle-Bleiche. In den kommenden zwei Jahren gibt es einen Berater, der hilft, die eigenen Gebäude zu sanieren und energetisch zu optimieren. "Deshalb kann man die Gebäude- und Energiemesse als Teil der Kampagne sehen, aber auch als selbständige Veranstaltung hat sie sich in den vergangenen Jahren behauptet." Schlatterer dankte den Organisatoren Detlef A. Knöller von Green Tec sowie Petra Mörder, Wirtschaftsförderin, und Christian Kessel, Umweltbeauftragter der Stadt. Ebenso den Sponsoren, die es ermöglichten, dass die Besucher keinen Eintritt bezahlen mussten. "Das erhöht ganz deutlich die Akzeptanz der Messe", sagte er. Saxophonist Ralf Tonding umrahmte die Eröffnung musikalisch.

Bei einem Messerundgang führte der Energieberater Hans-Uwe Klaeger über die Messe. An 15 Stationen machte er Halt und ließ die Fachbetriebe zu Wort kommen. Wie fange ich an, wenn ich ein Haus bauen will? Diese Frage beantwortete er in der Reihenfolge, wie ein Häuslebauer oder der Eigentümer einer sanierungsbedürftigen Immobilie vorgehen sollte. Gleich am Eingang waren die Energieberater, deren Rat man als erstes einholen sollte. Dann geht der Weg zur Bank. Dorothea Müller von der Sparkasse erläuterte auch im Namen des Volksbank-Kollegen, welche grundsätzlichen Möglichkeiten es bei Baukrediten gebe. Zimmermann Björn Heß zeigte, welche Materialien bei der Dachsanierung eingesetzt werden können. "Reicht es, wenn man nur das Dach isoliert?", kam eine Frage aus der Runde. "Im Winter ziehen wir uns ja auch nicht nur eine wärmende Mütze auf, sondern wir tragen einen Mantel, Handschuhe und Stiefel", antwortete Klaeger. Das leuchtete schnell ein und deshalb ging es beim Rundgang auch um Fassadendämmung, Fenster, Türen, Heizungen und zu den Ständen der Energieversorger. "Die Fragen sind sehr konkret und es ergeben sich gute Kundenkontakte. Die Elementa ist eine hervorragende Möglichkeit, die Hausbesitzer und das örtliche Handwerk zusammen zu bringen", lobte Aussteller Gerhard Weber .

Eine erstes Fazit zogen zur Halbzeit um 15 Uhr Petra Mörder und Christian Kessel. "Wir sind sehr zufrieden. Es kamen jetzt schon deutlich mehr als im vergangenen Jahr. Und dort waren es 1000 Besucher", sagte Mörder. An den Ständen habe eine intensive Beratung stattgefunden. "Wären auf einen Schwung noch mehr Leute gekommen, wäre das für die Aussteller schwierig geworden", sagte Kessel. Nachmittags, als es wärmer wurde, waren die Stände vor der Halle ebenfalls gefragt. Am Morgen gingen die Menschen zuerst in die Halle. "Die Räumlichkeiten haben sich bewährt. Gerade die Kantine mit der Bewirtung vom Team des Tierheims wurde gut angenommen", beobachtete Kessel. "Die Vorträge waren gut besucht. Es kamen jedes Mal zwischen 20 und 30 Zuhörer da", ergänzte Mörder.

Kessel selbst war als Umweltbeauftragter am Stand der Stadt sehr gefragt. "Es kamen ganz erfreulich viele aus dem Stadtteil zu uns und informierten sich über die Beratungsmöglichkeit, welche wir bei Interesse zwei Jahre lang kostenlos anbieten." Das Gesamtkonzept der Organisatoren sei aufgegangen. Es habe eine entspannte Atmosphäre geherrscht. Aussteller und Besucher hätten voneinander profitiert. "Die nächste Messe ist am 20. Oktober 2013", versprach Mörder .