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13. Januar 2016

Genuss bereiten, Gutes tun

Der Verein Benefiz – Musik und Kultur für andere erspielte 4000 Euro für die Hospizarbeit.

  1. Freuen sich über den großen Erfolg des Benefizkonzerts zugunsten des Hospizdienstes Emmendingen-Teningen-Freiamt: Oberbürgermeister Stefan Schlatterer, Sabine Weidert, vom Hospizdienst und die „Benefizler“ Herbert König, Manfred Steinle, Günter Krieg und Susanne Stöhr (von links). Foto: Sylvia-Karina Jahn

EMMENDINGEN. 4000 Euro hat das Konzert "Leidenschaft" des Vereins Benefiz – Musik und Kultur für andere erbracht. Nun übergaben die Vorstandsmitglieder den Erlös dem Hospizdienst, für den sie eigens einstudierte Werke zweimal aufgeführt hatten.

"Für uns ist das ein Segen, wir hatten im vergangenen Jahr einen Spendeneinbruch, weil es ja viele gute Zwecke gibt", sagte Sabine Weidert, Leiterin des Hospizdienstes. Das Geld ist gedacht für Materialien, wie sie für Hospiztage, für die musikalische Begleitung der Trauer sowie für die Trauerarbeit mit Kindern benötigt werden. Ein wenig Bauchweh habe sie ja gehabt, gestand sie, weil die Musiker darauf hingewiesen hatten, dass die Hospizarbeit ein sperriges Thema sei. "Wir wollen sie ja gerade ins Leben holen und mit angenehmen, schönen Dingen in Verbindung gebracht werden", sagte sie.

Das ist auch gelungen, wie Rückmeldungen von Publikum und Musikern bestätigten, so Susanne Stöhr, stellvertretende Geschäftsführerin des Vereins. Sie wurmt es ein bisschen, dass nicht, wie in den vergangenen Jahren, 1000 Euro mehr gespendet werden konnten. Am Besuch lag’s nicht: Der Sonntag war "ungeheuer gut besucht", der Samstag kaum weniger. Aber es sei beim Thema Sterbebegleitung schwer gewesen, Sponsoren zu finden, sagt Stöhr. Doch vor allem waren es die höheren Kosten: Nicht nur der Kauf der Noten (700 Euro) zehrte am Gewinn, eine neue Gema-Regelung schluckte 450 Euro mehr. Dafür lieh der SWR kostenlos exotische Percussion-Instrumente für den guten Zweck aus, die Stadt hilft stets mit der Halle.

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Ja, zu organisieren gab es wieder viel. Dazu das äußerst anspruchsvolle Programm – "Wir brauchten erst mal eine Auszeit, eine schöpferische Pause", sagt Günter Krieg, Sprecher der Vereinsgeschäftsführung. Aber genau diese Herausforderung suchten die Musiker, die alle zwei Jahre in diesem wohl derzeit einzigartigen überregionalen Projektorchester mitwirken – jedes Mal mit einem neuen Dirigenten, neuer, anspruchsvoller Literatur und einem anderen guten Zweck.

Autor: Sylvia-Karin Jahn