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13. Dezember 2011

In der Tat: "Hier spielt die Musik!"

Abschlusskonzert des Musikvereins Kollmarsreute erstmals in der neuen Altdorfhalle / Moderne Stücke überwiegen.

  1. Tiefes Blech und Holz gaben den Ton an. Foto: Hans-E. Meidhof

EMMENDINGEN-KOLLMARSREUTE. Mit "Vorhang auf" hatte der Musikverein Kollmarsreute erstmalig zu seinem traditionellen Jahresabschlusskonzert in die Altdorfhalle eingeladen. Das Programm in der ausverkauften Halle war angefüllt mit zeitgenössischer, fetziger und rockiger Blasmusik.

Das Jugendorchester mit 20 jungen Musikern im Alter zwischen 9 und 21 Jahren in verschiedenen Ausbildungsstufen lässt erahnen, dass moderne Blasmusik gefördert und gefordert werden muss. Für "abstrakte" Blasmusik sind die "Kollmarschridder" Musiker nicht zu haben, wie Vereinsvorsitzende Katharina Gertheiss zu diesem Konzert bemerkte. Vielmerh wollten sie Spaß an ihrem Spiel haben und dies auch den Zuhörern vermitteln, denn: "Hier spielt die Musik!", so das Motto des Konzertabends.

Passend zur Vorweihnachtszeit hatte das Jugendorchester unter Leitung von Katharina Gertheiss mit "Winterfestival" und "Hey, Pippi Langstrumpf" den Abend eröffnet. Bei "Sax Cymbal" und in "Raiders March", einem Medley von Melodien aus dem Film "Indiana Jones", spielten die älteren Jungmusiker die erste Stimme. Mit der Zugabe "Narcotic", einem Discostück mit zwei E-Gitarren und englisch Horn, gab die Jugend einen Einblick in ihr Können. Großer Applaus war der Dank.

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Das Hauptorchester hatte sich mit anspruchsvollen Neueinstudierungen gerüstet. Bereits zum dritten Mal hatte Hannes Schlaich die Leitung des Abends übernommen. Die 35 Musiker im Durchschnittsalter von 27 Jahren boten zunächst "Artemis", einen Konzertmarsch mit gemäßigtem Tempo und konzertanten Themen, bei dem besonders die Fingerfertigkeit der Holzbläser gefragt war. Dazu gab es ein gefühlvolles Tenorhorn-Solo von Bernd Lupberger und Ramona Gutjahr sowie ein Schlagzeug-Solo von Markus Kern. "Fate of the Gods" thematisiert die Götterdämmerung. Leise Klänge symbolisieren die Entstehung der Welt, doch der Kampf zwischen Gut und Böse kündigt sich dramatisch an bis zum Weltuntergang. Zahlreiche Wechsel der Tempi und Takte fordern jedes Orchester stark. IN Kollmarsreute wurde es zu einem Höhepunkt des Abends. Das galt auch für "A Huntigdon Celebration", flott und rhythmisch gespielt mit allen Flügelhörnern und einer Eröffnungsfanfare von Daniel Burkhardt.

Mit einem Medley bekannter Melodien von Brian Adams übernahmen die Alt- und Tenor-Saxophone die Regie. Mit "Summertime Rock" ging das Orchester zum traditionellen Teil über. Mit zwei Märschen und einer Polka und lange anhaltendem Beifall des begeisterten Publikums ging ein abwechslungsreicher Abend für Liebhaber gehobener Blasmusik zu Ende.

Ehrungen: Katharina Gertheiss überreichte Christian Wolfsperger (Posaune) und Jana Roski(Querflöte) das bronzene Leistungsabzeichen für Jungmusiker.

Autor: Hans Meidhof