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19. Februar 2011

MARKTPLATZ 11: Allen recht getan

  1. Forschen für Hobbygärtner: Maren Woestmann und Valentin Veith vom Goethe-Gymnasium. Foto: Michael Bamberger

Allen recht getan … ist eine Kunst, die niemand kann. Das gilt insbesondere dort, wo nicht nur die Vertreter widerstreitender Interessen miteinander im Clinch liegen, sondern auch die Organisatoren die berühmten zwei Seelen in der Brust tragen. Beispiel Veranstaltungen in der Innenstadt: Sie gehören zu einer lebendigen Stadt. Aber ebenso das Wohnen – ohne das fehlt das Leben an all den vielen Tagen und vor allem Wochenenden, die ohne Veranstaltungen bleiben. Deswegen tut die Stadtverwaltung gut daran, beides zu wollen und nach Wegen zu suchen, beides zu vereinen. Das Gesprächsangebot über die alljährlichen Veranstaltungen ist sicher ein solcher; das Einwirken auf Veranstalter und Organisatoren ein anderer. Ein gesundheitsschädlicher Geräuschpegel muss nun wirklich nicht sein, zumal die Anwohner generell offenbar sehr kompromissbereit sind. Wobei Ziel weder der Verzicht auf Veranstaltungen sein kann noch die Flucht vor jenen – beides würde letztendlich zu einer "toten" Stadt führen, die niemand wollen kann.

Schleimig

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Der letzte Rest an Geduld ist bald aufgebraucht. Mit mühsam auf dem Rücken verschränkten Armen, ineinander verkrampften Fingern und etwas nach vorne gebeugtem Rücken schlendern in diesen Tagen viele Heim-, Haus- und Hobbygärtner über Grasflächen und entlang von Beeten und Rainen. Ab und zu greifen sie wie geistesabwesend zur Gartenschere, um hier und da ein Zweiglein abzuknipsen. Doch all das Tun folgt nicht einmal dem Libretto eines Prologs. Denn noch ist es eine Spur zu früh, als dass sich des Heimgärtners tiefer (Winter-)Frust in befreiende (Frühlings-)Lust verwandeln kann. Denn Sieg und Niederlage liegen auch im Garten mitunter dicht beieinander. Das haben am Freitag in Freiburg beim Regionalwettbewerb "Jugend forscht" zwei Goethe-Gymnasiasten gezeigt. Kaum ein Getier ist im Garten so verhasst wie die gemeine Schnecke in all ihren Erscheinungsformen. Maren Woestmann und Valentin Veith glauben, in der richtigen Stromstärke ein Heilmittel gefunden zu haben. Ein ideales Betätigungsfeld für (noch) unausgelastete Hobbygärtner. Und schon verlassen sie lächelnd das grau-braune Geviert, um sich im Internet auf die Spur der Gymnasiasten zu begeben (Stichworte: Schnecken, Elektrizität, Volt, flexible Stromstärke...).

Autor: ius