41. Auflage

Mediterrane Stimmung beim Breisgauer Weinfest

Christian Ringwald

Von Christian Ringwald

Mo, 20. August 2012

Emmendingen

Feste feiern beim Breisgauer Weinfest in Emmendingen: Tausende sind am Wochenende in die Kreisstadt geströmt. Allerdings nahm die Party später als sonst Fahrt auf - dafür verbreitete sie aber südländisches Flair.

EMMENDINGEN. Das 41. Breisgauer Weinfest zog übers Wochenende Tausende Wein-, Fest- und Partyfreunde in die Kreisstadt. Auftakt war die Krönung der neuen Breisgauer Weinprinzessin Nicole Grafmüller aus Herbolzheim-Wagenstadt. Das Weinfest bestätigte seinen Ruf als größten sommerlichen Besuchermagnet Emmendingens.

Heiß – fast schon tropisch – waren die Temperaturen, als fröhlich ausgelassen erwies sich die Stimmung. Neben den guten Weinen und Sekten sorgte dafür gewiss auch das musikalische Unterhaltungsprogramm. An allen drei Abenden gab es auf den beiden Bühnen in der Landvogtei und auf dem Marktplatz jeweils Livemusik und in der Lammstraße heizte ein DJ ein. Am Samstag- und Sonntagnachmittag zeigte die Volkstanzgruppe "Rattlejag Morris" aus der englischen Partnerstadt Newark traditionelle Tänze von der britischen Insel.

Für Sonntag hatten die Veranstalter ein Kinderprogramm mit Hüpfburg und Schmicken organisiert. Einige tobten sich aus, doch die meisten Kinder samt Eltern zog es wohl mehr in die Schwimmbäder und an die Baggerseen der Region. Etabliert hat sich der Weinfestgottesdienst, den am Sonntagvormittag der evangelische Dekan Friedrich Geyer hielt.

Am späten Nachmittag und am Abend prätentierten mehrere Geschäfte auf der Marktplatzbühne gestern eine bunte Modenschau. Am Samstag und Sonntag gab es jeweils eine geführte Weinprobe quer durch den Breisgau mit Eva Müller, der Badischen Weinprinzessin aus dem Jahr 2008/9. Die Breisgauer Hoheit Nicole Grafmüller sprach auf der Landvogtei-bühne über ihre ersten Eindrücke als Weinprinzessin und plauderte aus ihrem Leben und dem Weg ins Amt.

In einem ersten Resümee zeigte sich Barbara Brendler von der Breisgauer Wein GmbH gestern mit dem Verlauf sehr zu frieden: "Es hat wegen der Hitze später angefangen als in den Vorjahren, aber als es dann lief, kamen wir fast nicht mehr nach". Diese Einschätzung teilten Winzergenossenschaften und Weingüter.