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28. September 2009

Gegen Flächenverbrauch

Forschungsprojekt soll eine Internetbörse für ungenützte Baulücken fördern.

EMMENDINGEN (ja). Die Stadt wird sich am "praktizierten Flächenmanagement in der Region Freiburg", Pfif abgekürzt, beteiligen. Es ist eine Weiterentwicklung des Forschungsprojektes Komreg, dem kommunalen Flächenmanagement in der Region. Am Ende soll eine Bestandsflächenbörse in Internet stehen, auf der langfristig ein Wohnbauflächenpool und später etwas Ähnliches für Gewerbeflächen eingerichtet wird.

Das Ziel des Ganzen erklärte Planer Karl-Josef Schmitz von der Stadtverwaltung im Technischen Ausschuss, der die Pläne zustimmend zur Kenntnis nahm: Es sollen weniger Flächen in der freien Landschaft genutzt und stattdessen Baulücken gefüllt werden. Als Beispiel nannte Schmitz das Baugebiet "Bitzi" in Mundingen, wo es seit 30 Jahren Baulücken gebe, die nicht genutzt werden. Die Stadtverwaltung hat bereits Vorarbeit geleistet und bebaubare Flächen herausgefiltert. Dabei geht es nicht um Flächen in komplett neuen Baugebieten wie im Herrschaftsacker, sondern um echte Lücken. Die Stadt wird nun die Eigentümer solcher Grundstücke ermitteln und ihnen einen Fragebogen zukommen lassen. Wenn sie einverstanden sind, werden ihre Grundstücke in die Börse aufgenommen.

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Eigentümer können sich auch erst einmal beraten lassen

Wenn die Eigentümer dies nicht wollen, erfolgt auch keine Veröffentlichung. Sie können sich gern zunächst einmal beraten lassen, bot Schmitz an, der auf einen regen Rücklauf hofft. "Das ist genau das richtige Instrument und ein Bürgerservice", stimmte Oberbürgermeister Schlatterer zu. Da es sich um ein Forschungsprojekt handelt, das das Land zwei Jahre lang fördert, werden alle extern anfallenden Kosten übernommen. Alexandra von der Heydt (SPD) meldete Zweifel an: Verkaufswillige Eigentümer gingen doch ohnehin an den Markt, meinte sie. Deswegen sei wohl der einzige Effekt, dass bei eigentlich nicht zum Verkauf bereiten Eigentümern die Idee im Kopf zu arbeiten beginne, man könne ja doch. "Viele haben aber vielleicht die Hemmschwelle, dass sie einen Makler beschäftigen müssten, und machen sich Sorgen wegen der Kosten", sagte Rüdiger Kretschmer, Fachbereichsleiter Bau.

Und so sieht derzeit der Zeitplan aus: Zum 15. Oktober sollen die Fragebögen an die Eigentümer versandt werden, bis zum 25. Oktober sollten sie geantwortet haben. Einen Monat später beginnt die Auswertung der Rückläufe, und Ende Januar 2010 könnte die Internetseite frei geschaltet werden, auf der die so ermittelten Flächen angeboten werden.

Autor: ja