Module am Balkon

NACHGEFRAGT: Wolfgang Müller über Balkonsolarmodule

Horst A. Böss

Von Horst A. Böss

So, 17. Juni 2018

Emmendingen

Der Sonntag: Am kommenden Freitag lädt der Verein Solarregio Kaiserstuhl zu einem Vortrag über Balkonsolarmodule in Wyhl ein. Gibt es einen besonderen Anlass, warum die Information über Sonnenenergie vom Balkongeländer gerade jetzt geboten wird, Herr Müller?

Die Möglichkeit, seinen eigenen Strom am Balkon zu gewinnen und einfach über die Steckdose ins eigene Netz einzuspeisen, gibt es in Ländern wie den Niederlanden oder Österreich bereits seit Langem. Nun lässt auch der deutsche Gesetzgeber solche Solarmodule zu. Der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) hat dazu auch die praktische Anwendung geregelt.

Der Sonntag: Was qualifiziert Sie, einen solchen Vortrag zu halten?

Meine GmbH "Solar Info Zentrum" in Neustadt an der Weinstraße arbeitet bereits seit fünf Jahren mit den Steckdosenmodellen für Solaranlagen. Ich sitze in den Arbeitskreisen des VDE, die sich mit den Regeln für steckdosenfertige Solarmodule befassen. Wir waren die erste Solarfirma in Rheinland-Pfalz, die solche Module anbietet. Niemand auf dem deutschen Markt hat mehr Erfahrung damit als wir.

Der Sonntag: Rechnen sich die Balkonsolarmodule für den Kunden?

Im Haushalt laufen viele Geräte nonstop, die Strom verbrauchen. Außerdem kann man den Geschirrspüler dann laufen lassen, wenn gerade die Sonne scheint. Durch die Nutzung des eigenen Stromes amortisiert sich die Balkonsolaranlage in weniger als zehn Jahren. Zudem leistet man einen erheblichen Beitrag zur Energiewende.

Der Sonntag: Kann auch der Heimwerker das Steckdosenmodell installieren?

Entweder der Kunde befestigt es selbst an seinem Balkon oder lässt es einen Handwerker machen. Auch die Energieunternehmen, die das Netz betrieben, haben in der Regel keine Probleme mit dieser Modultechnik. hab
Vortrag über Balkonsolarmodule am Freitag, 22. Juni im Vereinsheim der Hundesportler, Mühlenweg 11 in Wyhl, Beginn: 19.30 Uhr