Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

16. August 2013 19:00 Uhr

Breisgauer Weinfest

Sarah Fehrenbach aus Denzlingen ist neue Weinprinzessin

Sarah Fehrenbach aus Denzlingen ist die neue Breisgauer Weinprinzessin. Die 19-jährige trinkt leidenschaftlich gerne Wein und hatte in der Vorbereitung auf ihre Kür fachkundige Unterstützung.

  1. Weinprinzessin Sarah Foto: Janina Ruth

Dieses Mal hatten sie eine Wahl. Nachdem 2012 nur eine junge Frau Breisgauer Weinprinzessin werden wollte, stellten sich am Donnerstag gleich zwei junge Damen der Jury. Geworden ist es Sarah Fehrenbach aus Denzlingen. Die frühere Weinprinzessin Annette Herbstritt hatte die 19-Jährige überredet, sich für das Amt zu bewerben.

"Besser Qualität als Quantität", kommentierte Fehrenbach die geringe Anzahl an Kandidatinnen. Schließlich sei es für das Gremium so einfacher, die geeignete Weinprinzessin zu finden. Auch die Juroren konnten nicht sagen, warum die jungen Damen nicht mehr wollen. "Das Amt an sich ist ja hochattraktiv", sagt Dietrich Jörger, der Bereichsvorsitzender Breisgau im Badischen Weinbauverbands.

Vielleicht müsse man die Weinprinzessin einfach bekannter machen. Das versuchten die Organisatoren im Vorfeld auch mit Interviews in der Zeitung und im Radio. Außerdem, sagt Jörger, gebe es im Breisgau nur noch wenige vollberufliche Winzer – da sind unverheiratete Töchter knapp.

Auch Fehrenbach kommt nicht aus einer Winzerfamilie. Der Uropa war zwar Landwirt, ihre Eltern seien aber nur noch Weintrinker, sagt sie. Sie habe aber schon ab und zu mit angepackt in den Reben ihrer Freunde. Seit zwei Jahren arbeitet sie außerdem bei der Winzergenossenschaft Glottertal – an der Verkaufstheke und auf Weinmessen.

Werbung


Leidenschaftliche Weintrinkerin ist Fehrenbach laut eigener Aussage. Außerdem macht sie am Beruflichen Schulzentrum Waldkirch Wirtschaftsabitur. Wie es danach weitergeht, muss sie sich noch überlegen. Vielleicht, überlegt sie, inspirierten sie ja die neuen Aufgaben als Weinprinzessin. Sie wolle auf jeden Fall viel über Wein und dessen Anbau lernen – und das auch an die Menschen im Breisgau weitergeben.

40 bis 60 Termine wird sie wahrnehmen müssen. Dabei freut sich Fehrenbach besonders auf die netten Leute und den Wein – einen Rosé feinherb aus dem Glottertal trinkt sie am liebsten. Generell hat sie sich über ihr Amt aber eher wenig Gedanken gemacht. "Ich lasse das einfach auf mich zukommen", sagt sie.

Das ist schwer zu glauben – ihre Freundin Annette Herbstritt war 2010/2011 selbst Breisgauer Weinprinzessin. Sie hat die Kandidatin auf die Fragerunde vor dem Wahlgremium vorbereitet. Viele intensive Lernnachmittage seien das gewesen – dabei wurde laut Fehrenbach erst einmal nur das Fachliche besprochen. Hat die Vorbereitung geholfen, die Konkurrentin – deren Namen die Organisatoren geheim halten – abzuhängen? Oder war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen? Auch das hat das Wahlgremium nicht verraten.

Wenn Fehrenbach ihr Amt gefällt, hat sie Chancen, nächste Badische Weinkönigin zu werden. Zwar kann sich auch dafür jeder bewerben, doch die Breisgauer Weinprinzessinnen seien immer sehr erfolgreich, sagt Dietrich Jörger. Die Abiturientin will aber erst einmal abwarten, bevor sie sich entscheidet – noch sei es zu früh, um sich auf eine Kandidatur um den Thron festzulegen.

Die 19-Jährige ist nicht die erste Weinprinzessin aus Denzlingen. Schon 2009 setzte sich mit Simone Schwab eine Frau aus der Gemeinde das Krönchen auf.

Autor: Janina Ruth