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27. August 2010

STADTBUMMLER: Ein Neuer "Alter Markt"

  1. Neuer Alter Markt. Foto: Jahn

Beim Weinfest saß der Stadtbummler bei einem vornehmen Glase " Blanc de Noirs" beim Weingut Nr. 17 vor dem Westeingang der evangelischen Stadtkirche. Gegenüber stand das Weingut 18, daneben das Weingut 19 und drei Essensstände A bis D. Der Eine kam keuchend um die Kirche gestolpert.

"I han di schier nit g’funde. In sellem Feschtwegweiser do schtooht, selle drei Räb-Büre do däte uffem "Alten Markt" stehn. Awwer niämes waiß, wo’s in Ämmädinge ä "Alde Märkt" git. Un fir selle Veschperständ, do schtooht, siä seie uffem "Kirchplatz". Awwer niämer waiß uff wellere Sitte vun wellere Kirch ä "Kirchplatz" isch. Un uffem gliche Zettel schtooht, es gäb ä Modeschau uffere "Bühne Alter Markt (bei evangel. Kirche)". Do wirsch doch verruckt!"
"Jetz reg di doch nit eso uff. Nimm erscht emol ä Schlieckli. Au wenn’s bi uns nit wirklich ä "Kirchplatz" git un scho gar kai "Alde Märkt", trotzdemm wisse halt mir Ämmädinger fascht glich, was viellicht mittennem Kirchplatz g’maint si kennt. Blooß seller "Alde Märkt", seller isch vellig nei."

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"Un wer het derno denn erfunde? Un wägewarum?"
"Des waiß mer nit un es sait aim au kainer. Wahrschiients damit mir ä neie Superlativ han. Un mit sellem "Alde Märkt" han mir sogar glich drei neie Superlativ uff ain Schlag: Erschtens han mir de neischte "Alde Märkt" wo’s ieberhaupt git. Zweitens han mir mittem "Große Märktplatz", mittem "Klaine Märktplatz", mittem Meerwein sinner "Neie Märktplatz" bim Amtsgericht un jetz mittem neie "Alde Märkt" di höckschte Märktplatzdichte aller klaine "Großen Kreisstädte". Un drittens han mir de klainschte "Alde Märkt" vun dr Welt. Waisch, um d’ Kirch rum war ja als lang ä Friedhof, un d’Lammschtrooß war ä wichtige Schtrooß durch’s Städtli, womer nit het allwiil kenne sperre. Un selle Hüüser sin bis so niinzehnhundertzwanzig viel witter in d’Schtrooß nii g’schtande. Derno isch dazwische blooß no Platz fir maximal ai aizige Herdepfl-Scheese uss Forche odder eso bliebe."

"Un des soll derno ä Märkt gsi si?"

"I waißes au nit. Innem Büechle vun 1987 mit so alde Poschtkarte vum Städtli hetter no "Kirchplatz" g’haiße, wasser ja au war un no immer isch. Niämes waiß, wieso er jetz uff aimol ä Märkt gsi si sodd. Des isch wahrschiints widder so ä neis G’heimnis, wo’s viele git inerre G’schichte vunennem Städtli."
"Hauptsach’, i han di g’funde am "Alde Märkt" un es isch no ä Pinot in dr Guddere."
"So isches na au widder."

Autor: unie