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22. Januar 2016

Gute Vorsätze

ÜBRIGENS: Der Schwung geht verloren

Sie sind für viele ein liebgewordenes Ritual zum Jahresbeginn mit hohem Frustrationsfaktor: Die guten Vorsätze, sie erreichen leider nur selten das Monatsende. Das Rauchen aufgeben, schlanker und sportlicher werden, mehr Achtsamkeit, weniger Alkohol, nicht mehr gehetzt zu sein, gelassener auf Alltagsstress reagieren – es gibt unendlich viele Dinge, die man sich zum Jahreswechsel vornimmt und die spätestens bis Ostern längst in Vergessenheit geraten sind. Schade eigentlich, denn hat man sich erst einmal aufgemacht, seine eingefahrenen Gewohnheiten zu ändern, dann sollte der Erfolg doch eigentlich auf den Fuß folgen. Auf den Joggingstrecken der Stadt ist es in diesen Tagen wieder deutlich leerer geworden. Schnee und Eis bremsen die Läufer und dienen als willkommene Entschuldigung, die Laufschuhe wieder mit den Pantoffeln zu tauschen. So mancher fügt sich auch ins Unvermeidliche und blickt auf den wieder voller werdenden Terminkalender. Keine Zeit mehr für die Auszeit. Der Schwung geht verloren. Doch noch ist’s nicht zu spät, den inneren Schweinehund zu besiegen und Ausreden nicht zuzulassen. Dann wird der Neujahrstraum vielleicht doch noch wahr. Einen Versuch ist’s jedenfalls wert, es lohnt sich.

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Autor: Gerhard Walser