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19. August 2014 15:55 Uhr

Breisgauer Weinfest

Wieder purzelt der Fest-Rekord

Beim Breisgauer Weinfest purzeln Jahr für Jahr die Rekorde: Auch 2014 wird, trotz des verhaltenen Auftakts, als das am besten besuchte Jahr in die Geschichte der Veranstaltung der Breisgauer Winzer eingehen.

  1. Vor allem bukettreiche Weine standen hoch in der Gunst der Weinfest-Besucher. Foto: Zimmermann

Deutlich mehr als 50 000 Weinfreunde genossen vier Tage lang in der Emmendinger Innenstadt die flüssigen Produkte aus den Rebhängen zwischen Oberschopfheim und dem Glottertal. Vor allem der Samstag erwies sich mit der SWR 3-Dancenight als zugkräftig vor allem für jüngeres Publikum.

Kein Wunder, dass das Organisationsteam der Breisgauer Wein GmbH beim Pressetermin am Dienstag strahlte aber auch deutliche Erschöpfungstendenzen zeigte: "Alles un alli gschafft!", seufzte Barbara Brendler, die allerdings noch einen Berg von Arbeit vor sich hat. Bis Weihnachten wird sie sich mit den Abrechnungen beschäftigen, während ihre Geschäftsführer-Kolleginnen Andrea Schlenk und Andrea Jörger nach den Rund-um-die-Uhr-Einsätzen während der Festtage erst einmal durchschnaufen können.

Die Festbilanz fällt rundum positiv aus. Der Publikumszuspruch, vor allem am Samstag, war einmal mehr "rekordverdächtig". Zwar gibt es noch keine offiziellen Zahlen, doch die "Druckete" im Weindorf zwischen Marktplatz, Kirchplatz und Landvogtei sprach Bände. Auch der Montag, traditionsgemäß der Tag der Emmendinger, übertraf alle Erwartungen. Spätestens vor Beginn des spektakulären Feuerwerks gab es kaum mehr freie Plätze. Mehr als 10 000 Flaschen mögen es wohl gewesen sein, die insgesamt entkorkt wurden. Dabei standen bukettreiche und liebliche Weine besonders hoch in der Gunst der Genießer. "Es war ein Wetter für Weintrinker", sagte Andrea Jörger, "nicht zu heiß und nicht zu kalt." Gewürztraminer, Muskateller und Weißherbst kamen besonders gut an, aber auch Sekte und Seccos, die die Breisgauer reichlich im Angebot hatten. Manch einer musste an den Festabenden noch rasch für Nachschub sorgen, weil die Bestände schon zur Neige gingen.

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Ungewöhnlich für eine Massenveranstaltung: Es gab keinerlei negative Vorkommnisse. Sowohl Polizei als auch Sicherheitsdienst, der starke Präsenz zeigte, hatten wenig zu tun, um wie noch in früheren Jahren betrunkene Randalierer zur Räson zu ziehen. Auch für die nächtlichen Säuberungsaktionen von Standbetreibern und Bauhof gab es viel Lob. "Die Stadt war morgens immer wieder blitzsauber", so Andrea Schlenk, die auch die Arbeit der A-Jugend der SG Wasser-Kollmarsreute hervorhob. Die Jung-Kicker sammelten und entsorgten Flaschen, schoben Kühlwagendienst und stellten zusätzliche Bänke und Tische auf, wenn der Platz wieder einmal nicht reichte.

Nach dem Fest ist vor dem Fest. Schon 46 Punkte hat Andrea Schlenk auf ihrer internen Mängelliste. "Es gibt nichts, was man nicht noch besser machen könnte". Tipps und Anregungen von Besuchern und Winzern werden fleißig notiert und im nächsten Jahr umgesetzt. Und auch die Weinprinzessin wird 2015 einen neuen Regenschirm bekommen. Versprochen.

Autor: wal