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07. Januar 2016

45 Einsätze für Endingens Wehr

Gesamtwehrkommandant Kläger plädiert bei Hauptversammlung für einen Gerätehaus-Neubau im Industriegebiet.

  1. Ehrungen des Landes und des Feuerwehrverbandes: von links Joachim Hügel, Bürgermeister Hans-Joachim Schwarz, Michael Kindler, Engelbert Kläger, Christoph Albietz, Christian Burkhard und Matthias Ruh. Foto: Hassler

  2. 45 Mal rückte die Endinger Feuerwehr 2015 aus, darunter zu zehn Brandeinsätzen. Foto: Archivfoto: Martin Wendel

ENDINGEN. 45 Mal wurde die Feuerwehr Endingen im vergangenen Jahr zu Einsätzen alarmiert, die damit knapp unter denen des Vorjahres lagen. Der wohl spektakulärste Einsatz war die Überlandhilfe beim Großbrand des Recyclingbetriebs KVS in Herbolzheim. Themen der Hauptversammlung der Feuerwehr Endingen am Dienstagabend im Bürgerhaus waren auch Neuwahlen, Ehrungen und der Standort für einen Gerätehausneubau in Endingen.

26 der 45 Einsätze waren technische Hilfeleistungen, dazu kamen zehn Brandeinsätze, aber auch Fehlalarme, wie Abteilungskommandant Christian Burkhard in seinem mit Fotos unterlegten Rückblick auf 2015 betonte. Dreimal rückte die Wehr beispielsweise wegen Fehlalarmen zu den Riegeler Lofts aus. Als Jahrhundertbrand bezeichnete Burkhard den Überlandhilfeeinsatz und Großbrand beim Recyclingbetrieb KVS in Herbolzheim, zu dem die Endinger Wehr von den Feuerwehren Herbolzheim und Kenzingen zur Unterstützung gerufen wurden. Die Endinger Feuerwehr war bei diesem Einsatz mit mehr als 200 Mann-Stunden inklusive der Aufräumarbeiten und der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft an den folgenden Tagen gefordert.

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Zwei schwere Unfälle binnen kurzer Zeit

Zweimal innerhalb kurzer Zeit wurde die Wehr zu schweren Verkehrsunfällen zwischen Wyhl und Sasbach und zwischen Endingen und Riegel gerufen, bei denen Personen gerettet werden konnten, aber auch jeweils für eine Person jegliche Hilfe zu spät kam. Letztlich als Fehlalarm erwies sich auch ein vermeintlicher Flugzeugabsturz im Bereich Kornenberg, ausgelöst durch ein großes Modellflugzeug, das zur Untermalung seines Flugloopings Kondensstreifen in den Himmel gemalt hatte. Einen außergewöhnlichen Einsatz gab es zusammen mit der Feuerwehr Riegel, als 350 Personen nach einer Beschädigung der Oberleitung aus einem gestrandeten ICE an den Bahnhof Riegel-Malterdingen gebracht werden mussten.

38 Übungs- und Ausbildungsabende fanden 2015 statt. Schriftführer Jochen Verfondern nannte die sonstigen, geselligen Veranstaltungen der Abteilung Endingen, darunter auch ein Besuch der Feuerwehrmesse in Hannover. Rechner Michael Kindler berichtete über die Einnahmen und Ausgaben, die Prüfer Ralf Kuhn und Christian Eckert bestätigten die einwandfreie Führung der Kasse.

Gesamtwehrkommandant Engelbert Kläger berichtete von der neu geschaffenen Förderung des Ehrenamtes mit dem herausgebrachten Strategiepapier "Freiwillig stark" durch den Landesfeuerwehrverband, zu der die Stadt Endingen mit der dreistufigen Feuerwehrauszeichnung sowie mit der Neuanschaffung der neuen, modernen Ausgehuniform mit den ersten beiden Schritten beigetragen hat.

"Wir müssen den drei Dörfern, die zu unserer Gesamtwehr der Stadt gehören, entgegen gehen und uns im Industriegebiet in der Nähe der Spange L 113 alt/neu niederlassen"," sagte Kläger im Hinblick auf einen fälligen, geplanten Neubau eines Feuerwehrhauses. Auch er ging nochmals auf die verschiedenen Einsätze der Endinger Feuerwehr ein.

Bei den Neuwahlen wurden sowohl Abteilungskommandant Christian Burkhard als auch Stellvertreter Heiko Stertz in ihren Ämtern bestätigt. Schriftführer bleibt Jochen Verfondern, Kassenwart Michael Kindler. Den Abteilungsausschuss bilden Heiko Stertz, Michael Kindler, Christoph Albietz, Raphael Meyer, Jochen Verfondern, Christian Eckert und Uwe Glatz. Kassenprüfer sind Ralph Kuhn und Franz Burger.

Bürgermeister Hans-Joachim Schwarz dankte allen Feuerwehrkameraden für ihren Einsatz und beförderte Jochen Verfondern zum Oberlöschmeister sowie Christian Burkhard zum Hauptbrandmeister. Engelbert Kläger ehrte in seiner Funktion als stellvertretender Kreisbrandmeister und Vize des Kreisfeuerwehrverbands Christoph Albietz und Matthias Ruh für 25 Jahre aktiven Dienst mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes in Silber. Michael Kindler erhielt für 40 Dienstjahre das Ehrenzeichen in Gold und Ehrenkommandant Joachim Hügel als langjähriger Ausbilder die Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbandes in Silber. Alle erhielten zudem ein Wein- und ein Buchpräsent von der Stadt Endingen.

Ehrungen gab es auch für fleißige Probenbesucher und für Absolventen von Lehrgängen und Kursen. Heiko Stertz überreichte 23 Feuerwehrkameraden, die nie oder nur einmal an den Übungsabenden gefehlt haben, Kino-Gutscheine. Stertz nannte auch die Themen der Fortbildungen und der Sonderausbildungen.

Gesamtwehrkommandant Engelbert Kläger ehrte Alexander Burger, Stefan Kindler, Robin Pawellek und Steffen Volz, die das Leistungsabzeichen des Landes in Gold errungen haben. Kläger dankte auch dem Betreuerteam der Jugendabteilung mit Michael Schweizer, Robin Pawellek und Steffen Volz sowie Jochen Verfondern und Raphael Meyer für die enorme Arbeit mit den Atemschutzgeräteträgern. Franz Hirtler, Matthias Ruh, Alexander und Steffen Volz absolvierten einen zweitägigen Grundlehrgang mit Motorsägen, Alexander Burger und Patric Hügel einen Lehrgang in Sachen Höhenrettung und Absturzsicherung. Christian Burkhard besuchte ein Seminar für industrielle Brandbekämpfung und Steffen Volz einen Lehrgang für Jugendgruppenleiter.

Autor: Helmut Hassler