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07. Februar 2012

DSL via Funk bald für alle Winzerdörfer?

Vorstellung am Donnerstag.

ENDINGEN-KÖNIGSCHAFFHAUSEN (mw). Auf zwei bis drei Megabit bezifferten bei einer Befragung 2010 die Bürger in Königschaffhausen die Versorgungsrate in Sachen DSL. Am Donnerstag steht das Thema auf der Tagesordnung der öffentlichen Ortschaftsratssitzung, denn was vor zwei Jahren noch als brauchbare Anbindung ans weltweite Datennetz galt, genügt heutigen Ansprüchen oft nicht mehr. Weil die Telekom aber in Sachen DSL in Königschaffhausen keinen Nachrüstbedarf sieht, bringt die Stadt Endingen nun auch hier eine Variante ins Spiel, die bereits in Amoltern und Kiechlinsbergen eingesetzt wird: Internet via W-Lan-Funknetz.

Vor zwei Jahren hatte vor allem in Amoltern und Kiechlinsbergen Handlungsbedarf bestanden. Die Stadt entschied sich für die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen, das auf eigene Kosten die W-Lan-Versorgung der beiden Ortsteile aufbaute. Anfangs habe man "durchwachsene Erfahrungen" mit der Technik gemacht, räumt Christian Burkhard vom Hauptamt ein. Probleme habe es vor allem bei der Internettelefonie gegeben. Inzwischen wurde und werde aber technisch nachgerüstet. Unternehmerische Veränderungen gab es auch beim Anbieter. Alleiniger Betreiber der Funknetze ist nun die Firma Terra-Networks in Göppingen, deren Geschäftsführer Hans-Peter Straub auch am Donnerstag im Ortschaftsrat die Technik und ihre Möglichkeiten vorstellen wird.

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Terra Networks bietet Städten, Gemeinden auch in ländlichen Gebieten in ganz Deutschland breitbandige Internetzugänge über funkgestützte Systeme an. An den Kaiserstuhl kommt das Signal von Lahr via Richtfunk zum Eichert und von dort weiter zu den Antennen bei Kiechlinsbergen und Amoltern. Für Königschaffhausen könnte eine solche Antenne laut Burkhard im Bereich Gausberg beim Wasserhochbehälter installiert werden. Eine Erhöhung der Bandbreite sei laut Firmenangaben in absehbarer Zeit geplant.

Die Stadt hatte bei den Straßenarbeiten an der Endinger Straße vorsorglich Leerrohre verlegen lassen, doch die Telekom plant vorerst keinen Ausbau ihres kabelgebundenen DSL-Netzes in Königschaffhausen, wie das Unternehmen auf Anfrage der Stadtverwaltung verlauten ließ.

Dass eine gute Anbindung ans weltweite Datennetz aber längst ein wichtiger Standortfaktor geworden ist, zeigen nicht zuletzt die regelmäßigen Anfragen im Rathaus nach DSL-Versorgung im gesamten Stadtgebiet. In Kiechlinsbergen und Amoltern hat der Funknetzanbieter derzeit laut Verwaltung rund 50 Kunden.

In der Ortschaftsratssitzung am Donnerstag, 9. Februar, 19 Uhr, im Burgundersaal können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger aus allen Winzerdörfern über DSL via W-Lan informieren. Die weiteren Themen der Tagesordnung: Antrag auf Genehmigung auf Errichtung einer Grababdeckung auf dem Friedhof in Königschaffhausen; Aufstellung des Bebauungsplanes "Bahnhof"; Neuausweisung, Erweiterung beziehungsweise Verlegung eines Neubaugebietes ins Gewann "Grubenfeld"; Erweiterung der Straßenbeleuchtung "Am Kirchengraben".

Autor: mw