Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
07. Februar 2012
Fronhöfler ließen’s krachen
Rund 100 Akteure gestalten das närrische Programm in der Endinger Stadthalle.
ENDINGEN. 55 Jahre Jokilibrünnler: Zu diesem Jubiläum ließen es die Fronhöfler bei ihrem Ball am Freitagabend in der Endinger Stadthalle so richtig "krachen". Das Narrennest Fronhof ist das älteste unter den Endinger Narrennestern. Erneut verstanden die Fronhöfler, das närrische Volk über Stunden bestens zu unterhalten. Mit Gags, frechen, witzigen und gepfefferten Büttenreden, schwungvoller Musik, peppiger Show und Tänzen starteten sie in die "fünfte Jahreszeit".
Der Ball wurde zu einer langen Nacht. An die 100 Akteurinnen- und Akteure gestalteten das Programm. Jung- und Altstars sind zu Hochform aufgelaufen. Die Zweimann-Band "Harald und Bernd" sorgt schon seit vielen Jahren für beste Stimmung und volles Haus. Ob Musik aus den 60ern, Walzer, Foxtrott oder auch Schlager, das Duo stellt sich ganz auf die Publikumswünsche ein.Mit schwungvoller Musik und Schellenbaum marschierten die Blasmusiker in den Saal ein. Narrenvogt Klaus Burger, der die Narrenshow moderierte, kündigte "richtig scheene Fasnetmusik" an und es dauerte nicht lange, da geriet der Saal so richtig in Schwingung. Kaum hatten die Jokilibrünnler losgelegt, schoss der Stimmungspegel nach oben.
Werbung
Nach ihrem Ausmarsch ging’s Schlag auf Schlag im Programm weiter. Wie es aussieht, "wenn Brünnler fiere" erläuterte Florian Ständer. Dazu holte er die eine oder andere Anekdote aus der Aktentasche. Ganz aufgeregt und fiebrig sah der Narresomä seinem großen Auftritt entgegen. Acht Kinder, Mädchen und Buben, als "Die coolen 8" auf der Narrenbühne erfreuten mit fetzigen Tänzen.
Als Nächstes kündigte Narrenvogt Klaus Burger Elke Ruh aus Bahlingen an. Sie erwies sich als eine von Leid geplagte Untermieterin. In einer Woche ist sie im Haus vier Mal von Zimmer zu Zimmer umgezogen. "In einem Zimmer tropfte Wasser von der Decke, im anderen durfte ich keinen Kaffee mahlen und dann musste ich noch in der Badewanne schlafen", beklagte sie beim Höflerball ihr Problem.
Nach Elke Ruh kam Ingrid Burger an die Reihe, die Zum Thema "Äu zum Verreise gits ä Grund" richtig "Dampf" abließ. Da blieb manchem Narr im Saal die Spucke weg. Sie wetterte auf die Männerwelt und erklärte, weshalb sie nicht heiratet. Ihr Freund macht ein Geschrei, wenn mal das Essen anbrennt oder wenn an der Hose mal ein Knopf fehlt. Und Autofahren können sie auch nicht, die Kerle. Da gibt’s nur eins: Koffer packen und weg.
Mit dem Trio "Noten-Ständer" (Uschi, Kunibert und Florian Ständer) setzten die Fronhöfler auf ihre "Allroundhandwerker von der Rempartstraße". Auf Elektro-Wasser-Sanitär, auf den SV Endingen und so manche städtische Begebenheit machten sich die Ständers ihren Reim. Anschließend gab Pia Seidel "die frustrierte Ehefrau" und schwelgte in Erinnerungen. Da sie unglücklich war, hatte Nachbarin Adelheid ihr geraten, auf dem Fronhöflerball ihr Herz auszuschütten.
Die Jokiligruppe mit einigen Zunftmeistern, 14 Jokilibrünnler-Frauen in einem Zwergentanz, die Biehlidorf-Krakeelis sowie 15 junge Damen aus Nordweil von der Tanzgruppe "Emotion Steps" in einem Überraschungsauftritt rundeten die fetzige Fronhöfler-Narrenshow in der Stadthalle ab.
Autor: Roland Vitt
