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02. Juni 2009 15:17 Uhr

Riesenerfolg für Anton Wagner-Shibata (14)

Junger Endinger Posaunist ist Bundessieger

Erster Preis und maximale Punktzahl: Der Posaunist Anton Wagner-Shibata aus Endingen holte sich beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" am Wochenende in Essen den Bundessieg in seiner Altersklasse.

  1. So strahlt ein Bundessieger: Anton Wagner-Shibata mit seiner Siegerurkunde am Tag nach seinem großen Erfolg in Essen. Foto: Privat

ENDINGEN. Ein herausragender Erfolg – nicht nur für sich persönlich, sondern auch für die Stadtmusik Endingen – gelang dem 14-jährigen Nachwuchsposaunisten Anton Wagner-Shibata beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" am Wochenende in Essen. Der Endinger setzte sich in seiner Altersklasse gegen die gesamte Konkurrenz durch und erreichte als einziger einen ersten Preis mit der Höchstwertung von 25 Punkten. Damit ist Anton Wagner-Shibata Bundessieger.

Rund 2000 Kinder und Jugendliche nahmen an dem Bundeswettbewerb für Soloinstrumente und Klavierbegleitung teil, die Vorspiele fanden von Freitag bis zum heutigen Mittwoch an rund zehn verschiedenen Vorspielorten in Essen statt. Anton Wagner-Shibata war am Sonntag an der Reihe, am Klavier begleitet von seiner Mutter, der Pianistin Izumi Shibata-Wagner. Sie war nicht die einzige Begleiterin für den jungen Endinger. Auch Vater Thomas Wagner, Bruder Max sowie Stadtmusikdirektor Martin Baumgartner und seine Familie waren als "Schlachtenbummler" ins Ruhrgebiet mitgereist und ließen sich natürlich auch Antons Vorspiel nicht entgehen. Gefordert waren Stücke aus mehreren Stilepochen, die der vierköpfigen Jury innerhalb einer bestimmten Zeit präsentiert werden mussten. "Bei diesem Wettbewerb geht es nicht mehr um richtiges oder falsches Spiel, sondern vor allem um die Interpretation der Stücke", betont Stadtmusikdirektor Martin Baumgartner im BZ-Gespräch auf die Frage, ob man 25 Punkte bei einem solchen Vorspiel als Fachmann im Zuhörerkreis heraushören könne. Anton spiele aber sehr leicht, natürlich und souverän und habe damit offenbar die Jury vollständig überzeugt. Sein härtester Konkurrent erreichte ebenfalls einen ersten Preis, allerdings "nur" mit 24 Punkten.

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Ein Riesenerfolg für den 14-jährigen Sohn aus der erfolgreichen Musikerfamilie und ein Super-Ergebnis, freut sich der Stadtmusikdirektor. Damit, so Baumgartner, sei die Musikerkarriere schon irgendwie vorgezeichnet. Doch der Erfolg kommt nicht ganz unerwartet. Immerhin besucht Anton Wagner-Shibata bereits die Vorklasse bei Professor Werner Schrietter an der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe – eine Art Vorstudium während der normalen Schulzeit, für das man natürlich ein entsprechendes musikalisches Niveau beim Vorspiel unter Beweis stellen muss.

Umso mehr freut sich sein Dirigent bei der Endinger Stadtmusik darüber, dass der erfolgreiche Jungmusiker nach wie vor im Jugendorchester und dem Hauptorchester der Stadtmusik und auch bei den "Marktplatzkids" mitspielt. Aber auch auf Landesebene ist man längst auf den jungen Endinger aufmerksam geworden. Seit Ostern spielt Anton Wagner-Shibata auch im Landesjugendsinfonieorchester mit.

Anton Wagner-Shibatas Bundessieg ist auch für die Stadtmusik Endingen ein historischer Erfolg. Zweite und dritte Plätze beim Bundeswettbewerb habe es aus Endingen in der Vergangenheit mehrfach gegeben, doch ein Bundessieger falle ihm spontan nicht ein, so Baumgartner am Dienstag im Gespräch mit der Badischen Zeitung.

Doch Anton Wagner-Shibata ist nicht der einzige erfolgreiche Spross aus der Endinger Musikerfamilie. Sein älterer Bruder Max, der von der Trompete zur Tuba wechselte, errang beim jüngsten Leistungswettbewerb des Blasmusikverbands in Staufen das goldene Jungmusikerabzeichen – mit 60 Punkten. Mehr geht nicht.

Autor: Martin Wendel