Kaiserstühler Naturheiltage: Vielfältige Wege hin zum Wohlfühlen

Ruth Seitz

Von Ruth Seitz

Sa, 11. Februar 2012

Endingen

8. Kaiserstühler Naturheiltage in Endingen vom 9. bis 11. März mit bewährtem Angebot unter neuer Projektleitung.

ENDINGEN. Die Vorbereitungen sind weitgehend abgeschlossen, das Programm steht: Die Kaiserstühler Naturheiltage öffnen vom 9. bis 11. März ihre Pforten und das bereits zum achten Mal. Alle zwei Jahre dreht sich ein Wochenende lang in und um die Stadthalle alles um die Themen Gesundheit, Heilen und Wohlfühlen und dies wieder in der gewohnten Vielfalt.

Einen Wechsel gibt es aus den Reihen des Veranstalters, des Naturheilvereins, zu vermelden: Gerhild Berglar-Neff, die als Projektleiterin sieben Mal die Naturheiltage organisiert und koordiniert hat, und Dr. Wolf Neff, 14 Jahre lang Vorsitzender des Vereins, haben sich aus dem aktiven Vereinsleben zurückgezogen. Bernhard Steinhart, bislang ebenfalls treibende Kraft der Naturheiltage, hat die Projektleitung von Gerhild Berglar-Neff übernommen. Neuer Vorsitzender des Vereins ist Peter Mittler aus Sexau.

Dass die Kaiserstühler Naturheiltage weit über die Region bekannt sind und ausschließlich positiv bewertet werden, sei das ganz maßgebliche Verdienst von Gerhild Berglar-Neff, betont Bernhard Steinhart. Sie habe 14 Jahre lang gemeinsam mit ihrem Mann die Naturheiltage perfekt geplant und vorbereitet und der Veranstaltung ein Gesicht gegeben. Und wenn nach 14 Jahren jemand diese immense Arbeit abgeben möchte, "dann versteht das jeder", betont Bernhard Steinhart.

Eine enorme Unterstützung sei, dass die Naturheiltage die volle Unterstützung der Stadtverwaltung Endingen bekommen. Egal, ob es sich um die Suche nach geeigneten Räumen handle oder die Männer vom Bauhof gebraucht würden – jeder sei bereit, zu helfen. Nicht zuletzt gehe es auch darum, für die Region etwas auf die Beine zu stellen. Die Zusammenarbeit vieler sei wichtig, damit sich am Standort etwas positiv bewege.

Vorträge, Workshops, Seminare und die Ausstellung in der Stadthalle – die Naturheiltage präsentieren sich im gewohnt breiten Spektrum. Nach sieben gelungenen Veranstaltungen mit durchweg positiver Resonanz und mit mehr als jeweils 2000 Besuchern ist die Zahl der Referenten, die sich bei den Naturheiltagen vorstellen möchten, größer als die, die in der dreitägigen Veranstaltung tatsächlich untergebracht werden können. "So gesehen sind wir in einer guten Situation", meinte Bernhard Steinhart.

Die außerordentlich breite Vielfalt an Themen, die bei den Naturheiltagen präsentiert werden, ist gewollt. Jeder Mensch fühle in bestimmten Situationen anders. Was für den einen als gangbarer Weg erscheine, stelle sich für den anderen als undenkbar dar. Es gebe unendlich viele Wege und Methoden zum eigenen Wohnbefinden. Die Naturheiltage böten ein breites Spektrum an Informationen; den Weg für das eigene Wohlergehen müsse jeder Besucher für sich finden, sagt Bernhard Steinhart. In der ungezwungenen Atmosphäre, ohne Praxisambiente und Termindruck falle ein Gespräch oft leichter, als in einer Praxis.

Rund 60 Prozent der Aussteller, die in der Stadthalle ihre Angebote präsentieren werden, waren schon des Öfteren bei den Naturheiltagen vertreten. Sie kommen mehrheitlich aus ganz Südbaden und dem benachbarten Ausland.

Weil Essen und Trinken ebenfalls viel mit körperlichem und seelischem Wohlbefinden zu tun haben, bieten zahlreiche Gastronomen in ihren Betrieben während der Naturheiltage eine "vegetarische Woche" an: Vom 4. bis 18. März gibt es neben der gängigen Karte gesonderte Gerichte. Auch das Engagement der Gastronomen unterstreiche die Bedeutung der Naturheiltage noch einmal, findet Bernhard Steinhart.

Am Wochenende werden die letzten Arbeiten am endgültigen Programm erledigt. Am 9. März eröffnet dann Bürgermeister Hans-Joachim Schwarz um 17 Uhr die Kaiserstühler Naturheiltage. Den Eröffnungsvortrag hält in diesem Jahr der Heilpraktiker Wolfgang Schubert. "Der beste Weg zur Gesundheit ist der Fußweg" lautet der Titel des Vortrags. Darin geht es unter anderem um die Selbstverantwortung für die eigene Gesundheit und um längst vergessenes Wissen darüber, was dem Menschen gut tut.