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15. November 2017

Mackie Messer, die Frauen und der Galgen

Studierende der Musikhochschule beschließen mit "Dreigroschenoper" die Jubiläumswoche der Deutschen Kammerschauspiele .

  1. Studierende der Musikhochschule Freiburg bei der konzertanten Aufführung „Die Dreigroschenoper“ von Weill/Brecht im Endinger Bürgerhaus. Foto: Christiane Franz

ENDINGEN. "Die Dreigroschenoper" von Kurt Weill und Bertold Brecht gilt als der größte Theatererfolg Brechts und lockte auch am Sonntag viele Besucher in das sehr gut besuchte Endinger Bürgerhaus. Das Projekt von und mit Schulmusikstudierenden der Musikhochschule Freiburg begeisterte die Zuhörer und setzte einen letzten Höhepunkt bei der von Annette Greve organisierten Jubiläumswoche zum 50. Bestehen der Deutschen Kammerschauspiele.

Auf der rechten Hälfte der Bühne waren die zehn Musiker, auf der linken agierten die Sänger: So war die Aufteilung bei der konzertanten Aufführung, bei der die Balladen und die Musik Kurt Weills betont im Vordergrund standen. Kein Bühnenbild, keine Requisiten, Musiker und Sänger in schwarzer Kleidung. Ein Sprecher führte zwischen den Liedern durch die Handlung und stimmte zu Beginn mit "Die Moritat von Mackie Messer" auf die berühmte Bettleroper ein, in der Huren, Bettler und Ganoven das Sagen haben.

In insgesamt 22 Liedern führten die Studierenden durch die Oper und erfreuten mit ihren guten Leistungen. Ob einzeln, im Duett oder mit Chor – die stimmliche Vielfalt begeisterte die Anwesenden, die mit Bravo-Rufen oder spontanem Applaus reagierten. Die musikalische Einstudierung des Projekts erfolgte durch Gabriele Kniesel, die Leitung hatten Jonas Ebner und Axel Kühn. Kniesel und Kühn sind Dozenten der Freiburger Musikhochschule.

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"Tolle Stimmen", sagte eine beeindruckte Zuhörerin in der Pause. Kurzweilig und mit pointiert ausgewählten Liedern erzählten die zwölf Sänger die Geschichte von Macheath, dem Bandenchef der Räuber, Gegenspieler des Bettlerkönigs Peachum und Frauenheld, der am Ende durch einen Boten des Königs vom Galgen gerettet wird. Jubelnder Applaus belohnte die Akteure am Ende.

Annette Greve blickte nach der Vorstellung auf den Erfolg der Jubiläumswoche zurück und dankte den Weggefährten, die zum vielseitigen Programm mit Märchen, Kabarett, Tanz und Oper beigetragen haben. Sie könne sich vorstellen, monatlich ein Programm aus dem Bereich Theater oder Musiktheater in Endingen zu etablieren, sagte die Leiterin der Deutschen Kammerschauspiele.

Autor: Christiane Franz