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22. November 2014

Neue Jugendräte gesucht

Im Endinger Jugendgemeinderat steht ein Generationswechsel an, doch der fällt schwer.

  1. 2012 wurde der Jugendrat zuletzt gewählt, für die anstehende Neuwahl fehlen noch Kandidaten. Foto: Wendel

ENDINGEN. Seit vier Jahren gibt es einen Jugendgemeinderat in Endingen. Demnächst steht eine Neuwahl des Gremiums an, doch dessen Fortbestand ist derzeit fraglich. Alle bisherigen Räte scheiden altersbedingt aus. Der notwendige komplette Neubeginn ist ein ehrgeiziges und schwieriges Vorhaben.

Die Situation war absehbar, weshalb das bestehende Gremium bereits seit knapp einem Jahr nach neuen Leuten suche, schilderte der Jugendratsvorsitzende Christoph Leon die Lage am Donnerstagabend bei der Hauptversammlung der Endinger Bürgergemeinschaft (EBG). Interesse gebe es, doch man tue sich schwer. Für Leon ist das verständlich. Ein komplett neues Gremium müsse sich vieles neu erarbeiten – gerade für Jüngere eine abschreckend schwierige Aufgabe. Leon: "Das macht keiner gern, wenn er nicht 100-prozentig überzeugt ist, aber solche 16-Jährige findet man nicht." Zudem sei Politik für 14- bis 16-Jährige nicht unbedingt das große Thema.

Aufgeben wolle man aber nicht, denn sonst sei das Gremium wohl gestorben. An Unterstützung im Hintergrund von bisherigen Räten solle es nicht fehlen, versicherte Leon auf Nachfrage der EBG-Mitglieder, doch Studium oder Beruf setzten den Älteren zunehmend Grenzen.

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Man habe manches erreicht, vor allem rund ums Jugendhaus, und die Belange der Jugend in der Kommunalpolitik vertreten. Auf die Nachfrage, ob sich die Jugendräte ausreichend unterstützt fühlten, meinte er: "Vom Stadtrat ja."

Was der Jugendgemeinderat bewirken kann, verkörpert auch dessen Vorsitzender. Er erzielte bei der Kommunalwahl ein respektables Ergebnis, auch wenn es nicht für ein Mandat reichte, und ist seit Donnerstag EBG-Vorstandsmitglied.

Die Anwesenden appellierten mit Nachdruck an alle Eltern, ihre Kinder zur Mitarbeit im Jugendgemeinderat zu ermuntern. Die EBG-Vorsitzende Bettina Stumpf-Maroska warnte davor, schon die Totenglocke für das Gremium zu läuten. Vielmehr gelte es, das System zu überprüfen und gegebenenfalls so zu ändern, dass die Arbeit weitergehen könne.

Autor: Martin Wendel