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05. November 2009

Pfälzer Chansons und alemannische Anekdoten

Unterhaltsamer Abend in Müllers Scheune in Endingen

  1. Pfälzer Chansons und alemannische Gedichte und Anekdoten präsentierten Traudel Kern und Hermann Burkhardt (Mitte) bei der Muttersproch-Gsellschaft in Müllers Scheune in Endingen. Foto: Helmut Hassler

ENDINGEN . Zu Pfälzer Chansons mit Traudel Kern und alemannischen Gedichten und Anekdoten von Herbert Burkhardt hatte die Muettersproch-Gsellschaft Kaiserstuhl/Tuniberg am Samstagabend bei ihrem zweiten "alemannische Obe" in diesem Jahr in "Müllers Scheune" eingeladen. Dabei begeisterten abwechselnd die gebürtige Pfälzerin aus Offenbach an der Queich mit ihren selbst geschriebenen Mundartliedern, als auch der aus Emmendingen stammende Herbert Burkhardt mit seinen Geschichten die etwa 70 erschienenen Besucher.

Beeindruckend, lebensklug und lebensnah waren die Lieder in Pfälzer Mundart, für die Traudel Kern schon mehrere Preise und Auszeichnungen erhalten hat und im letzten Jahr Finalistin beim Stuttgarter Chansonwettbewerb geworden ist. In ihrer "pälzischen Muddersprooch" begann sie auch gleich mit einem Lied aus ihrem Heimatort mit dem gleichnamigen Titel ihrer neuen CD "Vorne O un hinne Ach, des isch Offebach". Auf ihren Heimatort bezog sich auch das zweite Lied "Als druff". Mit "Leit vun heit", ebenfalls ein Titel aus ihrer neuen CD, schaffte sie es im April in die Liederbestenliste des Vereins für deutschsprachige Musik. Weiter präsentierte die seit vier Jahren in Meißenheim lebende Sängerin, sich selbst auf der Gitarre begleitend, einen Querschnitt aus ihrem umfangreichen Repertoire, einmal heiter und witzig, das andere Mal nachdenklich und kritisch. Bei mehreren Titeln wie mit dem Lied "Ich steh immer an de falsche Kass" sangen die Besucher kräftig mit.

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Herbert Burkhardt aus Emmendingen, dessen Haupt- und Lebenswerk die Mundartforschung ist, war im Juni bereits zusammen mit Traudel Kern in Ettenheim aufgetreten. Er erzählte aus seiner Kindheit und seinem Leben in Niederemmedingen und so manchen Geschichten aus seinem wohl bekanntestem Buch "D’ alt Märktcheese vrzellt", wie "vum Schnapsbüdili", vom "Verruckte Rolli", "Iibroggt" oder "Hewe-n-Ich" . Auch für die "Gschichtli uff elsässisch" oder die "vum Lehrer" bekam er ebenso wie Traudel Kern viel Beifall. Josef Baumann, Leiter der Muettersproch-Gsellschaft Kaiserstuahl/Tuniberg dankte beiden Mundartkünstlern sowie den Hauseigentümern, die die Räume kostenlos zur Verfügung gestellt hatten.

Autor: Helmut Hassler