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16. September 2012 16:38 Uhr

Einkaufsnacht in Endingen

Tausende feiern bei der Lichternacht

Einkaufen und feiern, bummeln und genießen – diese Mischung bei der Endinger Lichternacht lockte bei der nunmehr siebten Auflage der Veranstaltung einmal mehr viele tausend Besucher in die Endinger Altstadt.

  1. Tausende von Menschen bevölkerten bei der 7. Lichternacht der Gewerbe- und Handelsvereinigung Endingen am Freitagabend die Altstadt. Foto: Martin Wendel

ENDINGEN. Einkaufen und feiern, bummeln und genießen – und all das in einer spätsommerlich-milden Nacht: Diese Mischung bei der Endinger Lichternacht lockte bei der nunmehr siebten Auflage der Veranstaltung einmal mehr viele tausend Besucher in die Endinger Altstadt und bescherte den Einzelhändlern neue Umsatzrekorde. Auch als die Läden um Mitternacht schlossen, war für viele Besucher noch lange nicht Schluss. Gefeiert wurde bis in die frühen Morgenstunden.

Schon lange, bevor die bunten Lichterketten leuchten, herrscht in der seit dem frühen Abend für den Verkehr komplett gesperrten Endinger Innenstadt viel Betrieb. Nicht nur die Hauptstraße, sondern auch der gesamte Marktplatz, die Dielenmarktstraße und die Ritterstraße präsentieren sich im Licht von vielen tausend Kerzen und Kürbislichtern, auch viele Anwohner haben ihre Häuser liebevoll herbstlich dekoriert. Alle sind gewappnet für eine lange Nacht.

Herbstliche Deko und tausende Kerzen

Die gibt es auch – für Veranstalter wie Besucher. Wie viele sich an diesem Abend in Endingen drängen, sei nicht seriös zu schätzen, betont Gerda Kauschat, Leiterin des Endinger Tourismusbüros, tags darauf im BZ-Gespräch. Die Straßen sind voll, die Geschäfte auch und vor den Bewirtungsständen bilden sich schnell lange Schlangen. Rings um die Altstadt werden die Parkplätze knapp, auf vielen Straßen geht es eng zu – ein gewohntes Bild bei der Lichternacht.

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"Extrem viele Franzosen" macht Ingo Fuchs, Vorsitzender der Gewerbe- und Handelsvereinigung, unter den Gästen aus, dazu viele, die erstmals in Endingen sind. Zum Einkauf nutzen vor allem die Auswärtigen die Lichternacht. Die Endinger kommen vor allem zum Feiern – und das tun sie zahlreich und ausgiebig. Damit der abendliche Bummel auch buchstäblich unbeschwert verläuft, nutzen viele das Angebot, ihre Einkäufe in den Geschäften zu deponieren. Die einen holen sie später ab, andere lassen sie sich zum Wochenbeginn kostenlos nach Hause liefern. Ein Angebot, das aus der Serviceinitiative der G & H entstand und sich laut Fuchs etabliert hat.

Open Air-Musik in der ganzen Altstadt

Stadtmusik-Ensembles und die "Black Eagle Drumline" auf dem Marktplatz, die Rockband "tube 7", die Tanzband "Surprise", "Deyda & Lehmann" oder "Los Criollos" entlang der Hauptstraße, der Sänger Enrico Novi an der Dielenmarktstraße und DJ Milser auf dem Marktplatz bei der Martinskirche – das musikalische Open Air-Angebot an sechs verschiedenen Plätzen ist sowohl stilistisch, als auch räumlich breit gestreut in der Innenstadt. Gegenüber früheren Jahren etwas entzerrt sind auch die Bewirtungsstände, eine Veränderung, die sich laut Ingo Fuchs bewährt. Engstellen lassen sich bei dem Besucheransturm zwar nicht vermeiden, doch die Menge bleibt in Bewegung.

"Afterworkparty" nach Mitternacht

Je später der Abend, desto milder wird es. Und so bleiben viele Gäste bis weit nach Mitternacht. Die ersten Bewirtungsstände sind bereits um 23.30 Uhr teilweise ausverkauft. Auch viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäfte treffen sich noch zur "Afterworkparty" auf dem Marktplatz. Bei der Spontanumfrage des G&H-Vorsitzenden gehen "die Daumen hoch". Kein Wunder, liegen die Umsätze der Lichternacht doch laut Fuchs deutlich über den Bestmarken vergangener Jahre. Das werde wohl kaum zu toppen sein, so Fuchs tags darauf. Man werde aber alles versuchen, um das Niveau zu halten.

Um 3.30 Uhr früh ist immer noch Betrieb am Weinstand. Eine lange Nacht haben auch die Mitarbeiter vom städtischen Bauhof. Sie bauen noch in der Nacht ab. Und Ingo Fuchs führt es auch auf die insgesamt tolle Stimmung der Besucher zurück, dass sich unliebsame Begleiterscheinungen wie Scherben und Dreck in Grenzen halten. Am Samstagmorgen ist die Stadt wie immer. Nur der Eine oder Andere ist eben ein wenig übernächtigt.

Mehr Fotos gibt es unter http://mehr.bz/lichternacht2012.

Autor: Martin Wendel