Ersatzverkehr über Monate

Jens Kitzler

Von Jens Kitzler

So, 11. Februar 2018

Freiburg

Der Sonntag Zwischen März und Oktober wird die Höllentalbahn gesperrt.

Barrierefreie Bahnhöfe, längere Bahnsteige, neue Stellwerke und Elektrifizierung dort, wo es bis heute mit dem Diesel weitergeht – die Höllentalbahn soll für den modernisierten Betrieb der Breisgau-S-Bahn fit gemacht werden.

Das bringt dem Fahrgast später einmal kürzere Fahrten und engere Takte, aber zuerst einmal stehen viel Stress und Komfortverlust an. Denn die Ertüchtigungsarbeiten an der Bahn dauern nach bisheriger Planung fast anderthalb Jahre, und während dieser Zeit wird der Reisende meist mit dem Ersatzbus unterwegs sein.

Vom 1. März bis zum 31. Oktober 2018 fährt zwischen Freiburg und Titisee kein Zug mehr und auch die Dreiseenbahn nach Seebrugg am Schluchsee steht still. Zwischen 1. März und dem 31. März geht es auch von Titisee bis Neustadt nur auf der Straße voran.

Noch viel länger wird dann der Streckenabschnitt zwischen Neustadt und Donaueschingen gesperrt, nämlich vom 1. Mai diesen Jahres bis zum 31. Oktober 2019. Diese Daten gelten, solange sich keine Verzögerungen bei den Arbeiten ergeben. Bei einer Infoveranstaltung der Bahn AG in Kirchzarten diese Woche ließ man durchblicken, dass der Zeitplan ambitioniert sei.

Für den Ersatzverkehr wird ein Bussystem installiert, das unterschiedlichen Interessen gerecht werden soll, mit Direktbussen mit wenig Haltestellen und solchen, die viele Stopps einlegen. Allen gemein wird sein, dass die Fahrzeiten für Pendler oder Touristen sich deutlich verlängern. Am Ende winkt dann die Belohnung: Ab Ende 1919 soll die Breisgau-S-Bahn im Stundentakt vom Kaiserstuhl über Freiburg bis Villingen fahren, ohne dass die Fahrgäste in Freiburg und Neustadt umsteigen müssen.jki