14. Juli 2008
Ersten Gipfel erklommen
An der Bahlinger Silberbergschule wurden 12 Neuntklässler verabschiedet
BAHLINGEN. Mit Lob und Anerkennung wurden am Freitag zwölf Neuntklässler aus der Silberbergschule verabschiedet. Vor allem Kameradschaft und Zusammenhalt wurden der Klasse bescheinigt und eine positive Einstellung zu Schule und Lehrern. Buchpreise für gute Leistungen erhielten Lara Koch (1,4), Ronja Jätzold (1,6) und Naemi Kaufmann (1,7); die Abschlussprüfung haben alle bestanden. Zehn der Entlassschüler besuchen künftig weiterführende Schulen, zwei beginnen eine Berufsausbildung.
Rektor Karlheinz Jakob verglich die zurückliegenden neun Jahre mit dem Auf und Ab einer Bergtour. Nun sei der erste Gipfel erklommen. Auf der Tour seien die Schüler von erfahrenen "Bergführern" begleitet worden, so in den Klassen fünf und sechs von Marta Gerber, die letzten drei Jahre von Günter Hickl. Der Dank des Schulleiters galt auch den Elternvertretern Nicole Kaufmann und Gabriele Kaufmann.Nicole Kaufmann führte aus, dass die Lehrer die Kinder nicht alleine erziehen könnten, sondern auch die Eltern mit ins Boot steigen müssten. Bei ihren Anliegen habe sie in der Schule allzeit offene Ohren vorgefunden. Für die Gemeinde wünschte Bürgermeisterstellvertreter Albert Mießmer den zwölf Jugendlichen für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg.
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Pfarrer Klaus Broßys gab den Entlassschülern in einem "Gratulationsbrief" sieben gute Wünsche mit, zum Beispiel, dass sie sich nicht mit anderen vergleichen sollen, denn ein jeder Mensch sei unvergleichlich. Auch sollte man im Leben die Freude für sich und mit anderen nicht vergessen.
Klassenlehrer Günter Hickl stellte fest, dass man in den drei Jahren nicht immer gleicher Meinung war, doch habe man sich jeweils zusammengerauft. Die Klasse habe er auf hohem Niveau übernommen, auf dem sich alle gesteigert hätten. Hickl hob besonders das positive Schulklima hervor. Er dankte auch Reinemachfrauen, Hausmeister und Sekretärin und verriet aber zum Schluss, dass er mit den schulischen Leistungen nicht immer zufrieden war. Die Klasse habe einen Schnitt von 2,3 erreicht, doch hätte der noch etwas besser ausfallen können.
Elternvertreter Ernst Kaufmann sagte, so wie ein Diamant erst nach dem Schleifen seine Qualität zeige, so würden die Fähigkeiten der Kinder erst durch tüchtige Lehrer sichtbar gemacht. Kaufmann brach auch eine Lanze für die Hauptschule. Sie sei kein Auslaufmodell, sondern werde ein Erfolgsmodell bleiben.
Beim nachfolgenden Programm bestätigten die Entlassschüler nochmals den guten Klassengeist. So machten bei einem Formationstanz alle mit, ebenso bei der fantasievollen Modeshow. Eine Diashow rief nochmals die Tage in Berlin in Erinnerung.
Auch drehten die Schüler den Spieß um und prüften ihren Klassenlehrer mit schwierigen Fragen. Er sollte wissen, wie viele seiner Ex-Schüler eine feste Zahnspange haben, blond sind, braune Augen haben oder wer als erster einen Roller fuhr. Der geplante Wasserguss ging aber schief – ob Absicht oder nicht, blieb offen. Zum Programm gehörten auch ein Rückblick auf die fünf Jahre Hauptschule, der mit dem Satz endete: "Wir bedanken uns für die schöne Schulzeit".
Autor: Alfred Peter




