Messenger

Erzdiözese verbietet ihren Mitarbeitern WhatsApp dienstlich zu nutzen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 07. Dezember 2018 um 14:01 Uhr

Südwest

Die Erzdiözese Freiburg erlaubt ihren Mitarbeitern die Nutzung des beliebten Messengers "WhatsApp" im dienstlichen Kontext nicht mehr. Es gehe ihr dabei um die Sicherheit der Mitarbeiter.

Die Erzdiözese Freiburg erlaubt ihren Mitarbeitern die Nutzung des beliebten Messengers "WhatsApp" im dienstlichen Kontext nicht mehr. Dabei hat sie laut Pressemitteilung die Sicherheit der Mitarbeiter im Blick. Um den Upload persönlicher Daten auf ausländische Server zu unterbinden, werde haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Erzdiözese daher die Nutzung sicherer alternativer Messenger wie beispielsweise "Threema" empfohlen. Das Geschäftsmodell solcher sicherer Messengerdienste bestehe nicht in der Vermarktung von Kundendaten, sondern im Verkauf beziehungsweise der Lizensierung der entsprechenden Apps und deren Betrieb.

Die Erzdiözese folge damit ähnlichen Schritten anderer deutscher Diözesen sowie zahlreicher Unternehmen und Einrichtungen, die "WhatsApp" für den dienstlichen Gebrauch ebenfalls nicht mehr erlauben würden. Wichtig sei der Erzdiözese Freiburg, dass Kommunikation per Messenger-Apps per se nicht untersagt wird, sondern lediglich der Blick auf eine Nutzung gelenkt werden soll, die dem Datenschutz und damit dem Schutz persönlicher und sensibler Daten anderer diene.
Alternative Messenger

Briar
Der kostenlose Messenger (nur Android) bietet den Experten zufolge höchste Sicherheit, weil über das anonyme Tor-Netzwerk kommuniziert wird und bei der Nutzung auch keinerlei Metadaten anfallen. Die Sicherheitsvorkehrungen machen die Anwendung im Alltag aber eher unkomfortabel.

Kontalk
Unabhängigkeit hat sich dieser Gratis-Messenger (Android und Desktop) auf die Fahnen geschrieben, der von Freiwilligen aus aller Welt entwickelt und unterstützt wird, womit etwa ein Interesse an der Auswertung von Nutzerdaten entfällt.

Signal
Gilt als "Mutter aller Krypto-Messenger". Den von der nichtkommerziellen Organisation Open Whisper Systems betriebenen, kostenlosen Messenger (Android, iOS und Desktop) gibt es schon ein Jahrzehnt - und er war der erste mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Signals Verschlüsselungsprotokoll nutzen auch andere Messenger wie Whatsapp.

Threema
Dieser Messenger (Android, iOS und Desktop) von Schweizer Entwicklern speichert keine Metadaten, ist bei Bedarf auch anonym nutzbar und genießt einen tadellosen Ruf - auch wenn der Quellcode nicht offenliegt. Die App kostet rund drei Euro.

Wire
Hauptsitz des entwickelnden Unternehmens ist ebenfalls in der Schweiz, programmiert wird den Angaben nach in Berlin. Experten gefallen unter anderem die vielen Extras sowie die Benutzeroberfläche des Gratis-Messengers (Android, iOS, Desktop und Browser).