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12. Juli 2011 07:55 Uhr

Genusswandern in Südbaden

Es führen viele Wege zum Berggasthaus Gisiboden

GENUSSWANDERN IN SÜDBADEN (45). Hier auf 1200 Meter ist alles irgendwie ein Hoch-Genuss: Der Blick schweift von der großzügigen Terrasse über die saftig-grüne Jungviehweide frei über eine herrliche Panoramalandschaft.

  1. Gasthaus Gisiboden Foto: André Hönig

  2. Gasthaus Gisiboden Foto: André Hönig

  3. Gasthaus Gisiboden Foto: André Hönig

  4. Gasthaus Gisiboden Foto: André Hönig

  5. Gasthaus Gisiboden Foto: André Hönig

  6. Gasthaus Gisiboden Foto: André Hönig

  7. Gasthaus Gisiboden Foto: André Hönig

  8. Karte: Gasthaus Gisiboden Foto: bz

Vorne das Hasenhorn, dahinter der Belchen und nach unten hin legt sich dem Betrachter das Wiesental zu Füßen – das Auge kann sich gar nicht satt sehen.

Überhaupt empfiehlt es sich, hungrig zu sein, wenn man einen Ausflug auf die Gisiboden-Alm macht. Sei es nun hungrig auf eine schöne Wanderung inmitten der herrlichen Landschaft des Naturschutzgebietes Gletscherkessel Präg. Auf herzhafte Hausmannskost. Begegnung mit Tieren. Oder aber auch auf Erlebnisse mit Nervenkitzelfaktor. Längst kein Geheimtipp, sondern ein wahrer Renner ist etwa diese Tour: Mit dem Sessellift sich von Todtnau her gemütlich aufs Hasenhorn hochfahren lassen, rüber zur abgelegenen Gisiboden-Alm wandern, hier einkehren, wieder zurückwandern, den neuen Hasenhorn-Turm besteigen und danach hinunter ins Tal mit dem Hasenhorn-Coaster flitzen – mit 2,9 Kilometer Länge die längste Rodelbahn Deutschlands.

Selbstverständlich aber kann man auch zu Fuß die Alm erklimmen – oder aber mit dem Auto, über ein eher schmales Sträßlein von Geschwend her. Viele Wege führen zur Alm, und es gibt nicht minder viele Gründe, die für einen Besuch sprechen. Dazu zählen auch der freundliche Service des Personals und die ansprechende Speisekarte. Diese reicht vom Erbseneintopf (2,80 Euro) über Bauernbratwurst mit Kartoffelsalat und Salatteller (6,80), gemischte Platte mit Bergkäse, Schwarzwälder Speck und Kirschwasser (7,80) bis zum Schweinrückensteak mit Pommes, Kräuterbutter und Salat (10,80). Die Zutaten stammen aus Schönauer Metzgereien, Kuchen und Torten sind selbst gemacht.

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Wirt Bernd Gerspacher, der das Berggasthaus 2000 übernommen hat und zusammen mit Lebensgefährtin Kathrin Schäuble betreibt, pflegt ein bewährt-bodenständiges Angebot – die Gisiboden-Alm ist schließlich ein Ausflugsziel mit Tradition. Bereits 1860 wird in den Schönauer Archiven eine Wirtschaft erwähnt. In den 50er Jahren wurde das Wirtsgebäude mit seinem rustikalen Charme neu errichtet. Sommers zieht es Wanderer in Scharen an, aber auch im Winter kommen Gäste, dann vor allem am Wochenende. Die Gaststätte bietet mit 18 Zimmern (Zwei-, Drei- und Vierbett) Übernachtungsgästen eine Unterkunft.

Die abgeschiedene Lage inmitten der Schwarzwaldberge bietet sich als Ausgangsstation prima an für ausgiebige Wander- und Mountainbike Touren. Beliebt ist auch der allwöchentliche Sonntagsbrunch. Im Saal und im Restaurant haben jeweils 60 Gäste Platz, weitere 90 draußen auf der Terrasse und der Gartenwirtschaft.

Berggasthaus Gisiboden, Bernd Gerspacher, 79674 Todtnau / Geschwend, Tel.: 07671 / 999821, http://www.berggasthaus-gisiboden.de

Öffnungszeiten: von Mai - Oktober: Dienstag - Freitag 10 - 18 Uhr; Samstag/Sonntag 9 bis 18 Uhr. Montags Ruhetag.

Anfahrt: die B 317 das Wiesental hinauf, nach Schönau rechts Richtung Todtmoos, dann links nach Geschwend und dort auf einer schmalen, asphaltierten Straße sieben Kilometer den Berg hinauf, kurz vor der Hütte gibt es einen Parkplätze. Für ÖPNV-Nutzer: von der Bushaltestelle in Todtnau aus hoch mit dem Sessellift.

Die Tour:

Länge: 3,4 km
Höhenmeter: 150 m

Es gibt verschiedene Wege zur Gisiboden-Alm. Wir entscheiden uns für die Variante "Erlebniswanderung" und stellen das Auto in Todtnau auf dem Parkplatz des Hasenhornlifts ab. Mit dem Sessellift geht"s bequem nach oben. Von hier aus führen zwei gut ausgeschilderte Wege zum Gisiboden. Eine vom Lift aus gesehen rechts ums Hasenhorn. Mit 3,4 Kilometer die längere Tour, dafür auf breiten Waldwegen und mit nur sanften Steigungen. Links rum vom Lift aus gesehen ist die kürzere Variante mit etwa 2,5 Kilometern,wobei es aber zuerst steil durch den Wald bergauf geht – es empfiehlt sich eher, diese Strecke auf dem Rückweg zu nehmen und dabei einen Seitenabstecher zum neuen Hasenhorn-Aussichtsturm zu machen, der hier quasi auf dem Weg liegt (500 Meter). Zurück ins Tal nehmen wir die Sommerrodelbahn, den Hasenhorncoaster. Ein Spaß für Jung – aber auch für Alt. Die Gisiboden-Alm ist aber auch mit dem Auto erreichbar.

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Autor: André Hönig