Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

15. Januar 2010

"Die Hauptstraße wird zu einem einzigen bunten Narrendorf"

BZ-INTERVIEW mit den Vorständen der drei Eschbacher Narrenvereine, die den traditionellen Umzug am Sonntag organisieren / Parkplätze im Gewerbepark.

  1. Die Narren-Vorstände Marco Seywald, Rudolf Pfunder und Uwe Weißer (von links) organisieren den Eschbacher Umzug. Foto: Ingeborg Grziwa

ESCHBACH. In Eschbach beginnt die Narretei am kommenden Sonntag, 17. Januar, mit dem traditionellen Narrenumzug. Über die Organisation und den Ablauf des närrischen Ereignisses sprach BZ-Mitarbeiterin Ingeborg Grziwa mit den Vorständen Rudolf Pfunder von den Eschbacher Rotlaubkäuzle, Marco Seywald vom Eschbacher Hexen-Kessel und Uwe Weißer von den Maiskolbefetzer Eschbach.

BZ: Seit wann gibt es den Narrenumzug in Eschbach? Wie wird er organisiert?

Rudolf Pfunder: In der jetzigen Form findet der Umzug in diesem Jahr zum siebten Mal statt. Anfangs wurde er jedes Jahr organisiert. Nachdem er aber immer größer und länger wurde, haben wir uns im Jahr 2000 entschieden, nur noch alle zwei Jahre die Narren durch Eschbachs Straßen ziehen zu lassen. Organisiert wird der Umzug allein von den drei Fasnachtsvereinen, den Eschbacher Rotlaubkäuzle, dem Eschbacher Hexenkessel und der Eschbacher Guggemusik, den Maiskolbefetzer Eschbach.



BZ: Und wie sind die Aufgaben verteilt?

Werbung


Rudolf Pfunder: Wir arbeiten natürlich in allen Bereichen eng zusammen und sprechen uns ab. Die allgemeine Organisation habe ich übernommen. Marco Seywald und die Mitglieder vom Eschbacher Hexen-Kessel sind für die Umzugsaufstellung, die Leitung und den Ablauf verantwortlich, außerdem haben sie die Beschilderung für die Umleitung übernommen. Den Schriftverkehr mit den teilnehmenden Narrenzünften und Vereinen sowie die Verkehrsregelung und die Organisation der Parkplätze hat Uwe Weißer von der Guggemusik übernommen.

BZ: Wann und wo beginnt der Umzug?

Uwe Weißer: Der Umzug beginnt um 13.11 Uhr am Ortseingang an der Bundesstraße 3. Geführt wird er entlang der Hauptstraße bis zum Narrendorf an der Alemannenhalle, das bereits ab 11 Uhr geöffnet ist.



BZ: Wie viele Teilnehmer erwarten Sie?

Uwe Weißer: Angemeldet sind 102 Gruppen mit über 3100 Hästrägern aus der gesamten Region, aber auch von weiter her wie beispielsweise aus Grenzach-Whylen und der Schwäbischen Alb. Darunter sind unter anderem neun Guggemusiken und zwei weitere Musikgruppen, neun Wagengruppen mit Mottowagen und sechs Vereine, die ihre Zunftwagen mitbringen. Erwartet werden dazu dann noch etwa 5000 – hoffentlich zahlende – Zuschauer.



BZ: Wer sorgt für einen reibungslosen Ablauf?

Marco Seywald: Von den drei organisierenden Vereinen sind insgesamt 112 aktive und passive Mitglieder als Helfer im Einsatz. Daneben sind die Freiwillige Feuerwehr Eschbach, das Deutsche Rote Kreuz und der Polizeiposten Heitersheim wertvolle Helfer. Um das leibliche Wohl der Gäste kümmern sich unter anderem die Eschbacher Vereine an zahlreichen Ständen entlang der Umzugstrecke.



BZ: Wie wird das Verbot des Alkoholausschanks an Jugendliche überwacht?

Marco Seywald: Wir haben das Problem dadurch gelöst, dass hinter der Theke nur Erwachsene stehen dürfen, die angewiesen sind darauf zu achten, dass kein Alkohol an Jugendliche verkauft wird. Gegebenenfalls müssen sie sich den Personalausweis zeigen lassen. Auch die anderen teilnehmenden Vereine, die Getränke verkaufen oder mitbringen, sind auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften hingewiesen worden.



BZ: Gibt es genügend Parkplätze? Und wie wird der Verkehr geregelt?

Uwe Weißer: 3000 Parkplätze stehen ausschließlich im Gewerbepark Breisgau an der früheren B-Line zur Verfügung. Alle Zuschauer, die mit dem Auto kommen, werden gebeten, diese Parkmöglichkeit auch zu nutzen. Von dort aus ist ab 10.30 Uhr bis zum Umzugsbeginn ein Pendelbusverkehr zum Feuerwehrhaus am Ortseingang von Eschbach eingerichtet. Dieser Bustransfer ist für alle Inhaber einer Umzugsplakette, die dort direkt auf dem Parkplatz für zwei Euro erworben werden kann, inklusive. Direkt nach Ende des Umzugs bis gegen 18 Uhr fahren die Busse dann wieder zurück.

Rudolf Pfunder: Wir weisen darauf hin, dass alle Ortsdurchfahrten in Eschbach von 11 Uhr bis 18 Uhr vollständig gesperrt sind. Insbesondere gibt es dann keine Zufahrtsmöglichkeiten mehr von der B 3 oder dem Gewerbepark Breisgau in den Ort. Entsprechende Hinweisschilder wurden bereits aufgestellt. Mit dem Verkauf der Umzugsplakette decken wir lediglich unsere Unkosten, zum Beispiel auch die Kosten für den Shuttle-Bus und die Kosten für die anschließende Straßenreinigung, die nahezu allein die drei veranstaltenden Vereine tragen.



BZ: Was macht den Umzug sehenswert?

Uwe Weißer: Der Umzugstrecke ist kurz und durch die vielen Gruppen sehr abwechslungsreich. Das närrische Treiben beginnt eigentlich auch schon lange vor dem eigentlich Umzugsbeginn entlang der Umzugsstrecke, was dazu führt, dass die Hauptstraße zu einem einzigen bunten Narrendorf wird.

Marco Seywald: Der Umzug mit vielen Zünften, die von weit her kommen, findet nur alle zwei Jahre statt und wird allein durch die drei Fasnachtsvereine organisiert. Das macht ihn für mich besonders sehenswert.

Rudolf Pfunder: Der Narrenumzug ist bunt und abwechslungsreich mit viel Musik, was ihn besonders interessant macht. Außerdem ist durch die Vereinsgemeinschaft gut für das leibliche Wohl gesorgt, denn an jedem Stand wird etwas anderes geboten.

Autor: ig