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17. Januar 2012
Es gibt Einiges zu verbessern
Eschbacher Gemeinderat diskutiert über die städtebauliche Entwicklung im Ortskern.
ESCHBACH. In der jüngsten öffentlichen Sitzung des Eschbacher Gemeinderats beschäftigte sich das Gremium mit der Konkretisierung der Ziele für die städtebauliche Erneuerungsmaßnahme "Ortskern I". Im Mittelpunkt der Diskussion stand dabei der Kreuzungsbereich Bahnhofstraße/Ecke Hauptstraße. Einstimmig wurde beschlossen, die künftige städtebauliche Entwicklung für diesen zentralen Bereich mit Hilfe des konkretisierten Rahmenplans weiterzuführen. Die darin enthaltenen konkreten Aussagen zur weiteren Entwicklung der Anwesen Hauptstraße 9 (Gasthaus Bierhäusle) und Bahnhofstraße 60 (Kiesling) mit Abbruch oder Sanierung der Gebäude wurden als Grundlage für die weitere Entwicklung und damit verbundene Entscheidungen beschlossen.
Nach der Aufnahme der Gemeinde Eschbach in das Landessanierungsprogramm hatte diese per Satzung das Sanierungsgebiet festgelegt. Schwerpunkte waren dabei das Eschbacher Castell, die Kindergärten und das Rathaus sowie der Kreuzungsbereich Bahnhofstraße/Ecke Hauptstraße. Während in der Sanierungssatzung die allgemeinen Ziele formuliert wurden, werden jetzt die Ziele und Zwecke der Sanierung konkretisiert und fortgeschrieben. Als nächster Schritt greift daher der beschlossene städtebauliche Rahmenplan. Für den Kreuzungsbereich Bahnhofstraße/Ecke Hauptstraße wurde eine räumliche Gesamtkonzeption mit grundstücksbezogenen Aussagen von Ortsplaner Rudolf Lais getroffen, die in der Sitzung von Matthias Weber, Geschäftsführer der Kommunalkonzept Sanierungsgesellschaft, vorgestellt wurden.
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Die Eigentümer der davon betroffenen Grundstücke seien in Gesprächen mit der Gemeinde und dem Sanierungsträger über die Konkretisierung der Ziele und ihrer rechtlichen Folgen informiert worden, wurde erklärt. Diese Gespräche seien konstruktiv und gut verlaufen, betonte Bürgermeister Harald Kraus. Es bestehe ein allgemeines Interesse der Eigentümer, aktiv in die Planung mit einzugreifen, um die Situation zu verbessern.
Konkretisiert wurden folgende Vorhaben: Die beengte Situation in der Bahnhofstraße/Ecke Hauptstraße für Verkehr und Fußgänger soll grundsätzlich und nachhaltig verbessert werden. Das Gebäude des Gasthauses Bierhäusle soll abgerissen werden. Hier bestehe ein riesiger Reparatur- und Modernisierungsstau, der eine Sanierung als unrentabel erscheinen lasse, so Weber. Durch den Abriss entstehe Platz zur Bereinigung der angespannten Verkehrslage. Zudem soll dort ein Neubau mit gewerblicher, öffentlicher oder privater Nutzung realisiert werden. Vor dem neu entstehenden Gebäude soll ein großzügiger und öffentlicher Platz entstehen. Ein Abriss müsse aber nicht zwangsläufig sein, sagte Bürgermeister Kraus, er sehe durchaus eine Möglichkeit zur Sanierung.
Für das Anwesen in der Bahnhofstraße 60 (Kiesling) wurden zwei Varianten diskutiert. Möglich wäre das Wohn- und Geschäftshaus sowie das Nebengebäude abzureißen. Auf dem rückwärtigen Bereich des Grundstücks soll eine Neubebauung, vorzugsweise für eine gewerbliche Nutzung im Erdgeschoss und Wohnungen im Obergeschoss erfolgen. Die übrige zur Verfügung stehende Fläche könnte als öffentliche Fläche mit Stellplätzen genutzt werden. Variante zwei sieht eine umfassende Modernisierung des Hauptgebäudes durch den Eigentümer vor, während das Nebengebäude abgerissen wird, damit dort Stellplätze entstehen können.
Autor: Ingeborg Grziwa
