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28. Dezember 2011

Finanziell entspannt

Eschbacher Gemeinderat genehmigt Haushaltssatzung 2012 / Kindergarten soll saniert werden.

  1. Der Kindergarten St. Anna in Eschbach wird saniert. Foto: Grziwa

ESCHBACH. Einstimmig und nach nur kurzer Debatte hat der Gemeinderat in Eschbach den Entwurf der Haushaltssatzung für das Jahr 2012 genehmigt. Er hat ein Volumen von rund 5,6 Millionen Euro. Eine der größten Investitionen betrifft den Kindergarten St. Anna – er soll im nächsten Jahr saniert werden.

Allein diese Renovierung kostet die Gemeinde 265 000 Euro. Doch wird Eschbach davon nur rund ein Viertel aufbringen müssen – denn die Gemeinde erwartet Zuschüsse in Höhe von 195 000 Euro für den Umbau. Und auch sonst hatte Bürgermeister Harald Kraus gute Kunde für die Bürger: Die Steuern in der Zuständigkeit der Gemeinde müssen 2012 nicht erhöht werden – allein die Abwassergebühren dürften steigen, aber das hänge mit der neuen Berechnung für die Abwasserkosten zusammen, betonte Kraus.

Entspannt hat sich die finanzielle Situation der Gemeinde besonders bei den Tageseinrichtungen für Kinder. Hier erhält Eschbach vom Land jetzt viel mehr Geld – Resultat: "Während im Haushaltsjahr 2010 noch rund 215 000 Euro an Unterdeckung gestemmt werden mussten, werden es im laufenden Jahr nur noch etwas mehr als 80 000 Euro sein", sagte Kraus. Einnahmen fließen ebenfalls reichlich. Rund 1,2 Millionen Euro an Gewerbesteuer und 336 000 Euro an Grundsteuer verbuchte die Kämmerei. Hinzu kommt nach den Worten von Bürgermeister Kraus, dass der Anteil der Gemeinde an der Einkommens- und Umsatzsteuer höher ausfiel als in den vergangenen Jahren und dass die Zuweisungen vom Land anstiegen. Dies lässt die Gemeinde sehr gut dastehen.

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Ein scheinbarer Wermutstropfen ist eine geplante neue Kreditaufnahme in Höhe von 160 000 Euro. Die ist jedoch, wie Kraus betonte, nur als "vorläufig" in den Haushalt 2012 eingestellt worden. Die Verwaltung und den Gemeinderat forderte er auf, diese Summe durch Mehreinnahmen beziehungsweise Kürzungen bei den Ausgaben bis Ende des Jahres 2012 einzusparen. "Eine Neuverschuldung für Maßnahmen, die nicht unbedingt erforderlich und daher zwingend sind, kann und werde ich nicht vertreten", erklärte der Bürgermeister.

Einen besonderen Dank richtete er an die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde, die sich in der Zukunftswerkstatt engagiert hatten: "Sie haben eine ganze Reihe von Maßnahmen angesprochen und auf die lokale Agenda gesetzt, von denen erfreulicherweise einige bereits im Haushalt 2012 umgesetzt werden können."

Autor: Rainer Ruther