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14. Januar 2012

Konfetti gehört dazu – zur Fasnacht und zum Umzug

Eschbacher Gemeinderat gegen Verbot, aber für Einschränkung.

  1. Blaue Dusche beim Eschbacher Umzug – ohne Konfetti würde was fehlen. Und zwar nicht nur den beteiligten Narren. Foto: Ingeborg grziwa

ESCHBACH (ig). "Fasnet ohne Konfetti ist keine Fasnet – Konfetti gehört einfach dazu". Das war die überwiegende Meinung der Eschbacher Ratsmitglieder zu der Frage, ob für Eschbacher Fasnachtsumzüge künftig ein Konfettiverbot erlassen werden soll. Alle Narren können nun aufatmen, denn in Eschbach wird es auch weiterhin alle zwei Jahre Konfetti regnen. Nach ausführlicher Diskussion einigte sich das Ratsgremium am Donnerstag darauf, kein generelles Konfettiverbot zu erlassen, es wünschte aber eine Einschränkung auf reines Papier-Konfetti. Konfetti aus Metall oder Plastik sowie Stroh sollen möglichst vermieden werden.

Grund für die Diskussion in der Ratssitzung ist der am Sonntag, 29. Januar, um 13.11 Uhr in Eschbach startende und von den Eschbacher Narrenzünften organisierte große Narrenumzug. Bei diesem traditionellen Umzug sei es in den vergangenen Jahren immer zu Verschmutzungen der Straßen und Gehwege durch Konfettiregen gekommen. Die Anwohner der betroffenen Straßen und Wege hätten daher nach Ende der Veranstaltung die unangenehme Arbeit gehabt, das Konfetti von Gehwegen und aus Hofgärten zu entfernen, was besonders bei Regen oder Schneefall fast unmöglich gewesen sei, wie Bürgermeister Harald Kraus erklärte. Aus der Bürgerschaft sei deshalb die Bitte geäußert worden, auf das Werfen von Konfetti beim Narrenumzug zu verzichten. Eine Umfrage in anderen Gemeinden, etwa in den Städten Neuenburg und Bad Krozingen, habe ergeben, dass dort ein generelles Konfettiverbot bestehe. Die dortigen Organisatoren wiesen die eingeladenen Zünfte bereits im Vorfeld auf das bestehende Verbot hin. Zünfte, die sich nicht daran hielten, würden von einer künftigen Teilnahme an Fasnachtsumzügen ausgeschlossen. Nicht ganz so rigoros hat die Stadt Heitersheim das Problem gelöst: Dort wird nur bei nasser Witterung auf Konfetti verzichtet, während bei klarem sonnigen Wetter das Werfen von Konfetti erlaubt ist.

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Es sei einfach zeitlich zu knapp, die Zünfte noch über ein generelles Konfettiverbot zu informieren, meinten die Gemeinderäte Claudia Geisselbrecht und Michael Riesterer. " Ich war 40 Jahre lang in der Eschbacher Fasnet engagiert", sagte Gemeinderat Paul Gallus, "Fasnacht ohne Konfetti ist keine Fasnacht". Das Werfen von Konfetti in der Fasnacht habe einfach Tradition. "Auch wenn es in andren Gemeinden ein Konfettiverbot gibt, dann müssen wir das nicht nachmachen". Auch Gemeinderätin Susanne Tegel fände es schade, wenn auf Konfetti verzichtet werden müsste. "Das hat sich doch etabliert, Konfetti gehört einfach dazu, ansonsten wäre es eine traurige Veranstaltung", sagte Tegel. Auf Gemeinderätin Petra Jacobitz geht der Vorschlag zurück, das Konfetti nicht ganz zu verbieten, aber die Erlaubnis auf reines Papier-Konfetti zu beschränken.

Autor: ig